Fitness im Stadtpark voll im Trend

Von: dapd
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Recken, Strecken, Springen, Dehnen, und das auch noch an einem Dutzend verschiedener Geräte, das klingt nach hartem Workout im Fitness-Studio. Ist es aber nicht immer, sagt Sportberater Ralf Rainer Klatt aus Darmstadt. Foto: dapd

Darmstadt. Recken, Strecken, Springen, Dehnen, und das auch noch an einem Dutzend verschiedener Geräte, das klingt nach hartem Workout im Fitness-Studio. Ist es aber nicht immer, sagt Sportberater Ralf Rainer Klatt aus Darmstadt.

Im dortigen Stadtpark gibt es - wie inzwischen in vielen weiteren Orten Deutschlands - einen „Bewegungsparcours für ältere Menschen”. Das Outdoor-Gelände ist kostenfrei zugänglich und bietet zwölf Installationen, an denen Besucher Beweglichkeit, Gleichgewicht, Ausdauer und Koordination ebenso trainieren können wir Grifffestigkeit, Stütz- und Haltekraft oder Über-Kopf-Arbeiten.

Bewegungsparcours wie der in Darmstadt liegen ähnlich im Trend wie in den Siebzigern die „Trimm-Pfade”, erläutert Klatt: „Der Unterschied ist aber, dass wir heute gezielt breitere Bevölkerungsschichten ansprechen und anleiten und vor allem auch diejenigen erreichen möchten, die im sonstigen Alltag wenig für ihre Fitness tun.”

Treffpunkt der Generationen

Der anfänglich häufig verwendete Begriff „Seniorenspielplatz” erwecke zwar unpassende Assoziationen mit Sandkasten oder Rutsche. Aber er veranschauliche den Gedanken, einen ausgewählten Bereich an allgemein zugänglichen Orten wie Parkanlagen mit Bewegungsgeräten für alle Generationen auszustatten. „Da kommen dann nicht nur Senioren, sondern auch Familien und vormittags sogar Schulklassen.”

Ein großer Pluspunkt für solch eine Anlage sei es, wenn zumindest stundenweise unter Anleitung trainiert werden könne. „Die Geräte sind zwar selbst erklärend, aber gerade für Neulinge ist es eine große Hilfe, wenn ihnen jemand die Übungen erklärt und sie gegebenenfalls korrigiert. Inzwischen wissen wir gesichert, dass sie dadurch anfängliche Scheu oder gar Ängste überwinden.”

Die Idee kommt aus China

Solche Angebote von Stadt oder Sportverein trügen auch dazu bei, den Bewegungspark nicht nur zu einem Gesundheits- sondern auch zu einem sozialen Treffpunkt zu machen. „Den meisten macht es eben einfach mehr Spaß, gemeinsam mit Gleichgesinnten zu trainieren und dabei vielleicht sogar neue Kontakte zu knüpfen”, sagt Klatt. In manch einer Großstadt seien hervorragende Parcours verwaist, weil dieser kommunikative Aspekt nicht ausreichend bedacht worden sei.

Die Idee, vor allem älteren Menschen auf öffentlichen Grünflächen Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu bieten, komme ursprünglich aus China. Dort gebe es schon seit mehr als 20 Jahren sogenannte „Fitnessparks”, um ganz im Sinne der traditionellen chinesischen Medizin gemeinsam zu trainieren. Besucher aller Altersgruppen träfen sich hier regelmäßig zu sportlich-spielerischer Betätigung.

Allgemeine Informationen zum Thema „Bewegungsparcours” bietet der Deutsche Olympische Sportbund unter dosb.de (in die Suchmaschine „Bewegungsparcours” oder „Fitnessparcours” eingeben).
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