Baden-Baden - Experten erwarten massenhafte Verbreitung der Schweinegrippe

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Experten erwarten massenhafte Verbreitung der Schweinegrippe

Von: ddp
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Schweinegrippe
Die Schweinegrippe greift auch in NRW immer mehr um sich. In Düren bereiten sich Stadtwerke, DKB und Verwaltung daher auf die Neue Influenza vor. Damit auch im Falle einer Pandemie Strom und Wasser weiter fließen und das Leben in Stadt und Kreis aufrecht erhalten werden kann. Foto: ddp

Baden-Baden. Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht von einer massenhaften Verbreitung der sogenannten Schweinegrippe in Deutschland aus.

„Mit der zunehmenden Zahl der Fälle ist letztlich auch zu befürchten, dass schwere Fälle auftreten, so wie es in anderen Ländern der Fall ist”, sagte RKI-Vizepräsident Reinhard Burger am Mittwoch dem Südwestrundfunk in Baden-Baden. Bis zu Wochenbeginn war dem Institut zufolge die Zahl der bestätigten Fälle bundesweit auf mehr als 1500 gestiegen.

Es sei sehr wichtig, diese Infektionen gut zu beobachten, sagte Burger. Noch wisse man nicht, weshalb die Erkrankungen in manchen Fällen harmlos und in anderen tödlich verliefen. Klar sei, dass bestimmte Gruppen wie Menschen mit Grunderkrankungen stärker gefährdet seien.

Europaweit grassiere die Neue Grippe derzeit am heftigsten in England. Dort erwarten die Gesundheitsbehörden Bürger zufolge in den kommenden Wochen mehr als 50.000 Neuerkrankungen pro Woche. Die amerikanischen Behörden gingen von über eine Million Erkrankten aus. Burger verwies auf die besondere Bedeutung von Hygienemaßnahmen. Neben regelmäßigem Händewaschen sei es wichtig, mit den Händen nicht Augen, Nase und den Mund zu berühren.

Auch die deutsche Wirtschaft bereitet sich auf eine Ausbreitung der Influenza H1N1 vor. Zahlreiche Unternehmen haben Notfallpläne entwickelt, Hygiene-Vorschriften verschärft und Dienstreisen eingeschränkt, wie die Essener WAZ-Gruppe unter Berufung auf Sprecher mehrerer Konzerne berichtet. Unternehmen wie der Versicherungsriese Allianz und der Autobauer Daimler hätten bereits Vorräte für das Grippe-Medikament Tamiflu angelegt.

Beim Stahl- und Industriegüterunternehmen Thyssen-Krupp steht nach Konzernangaben ein Krisenstab bereit. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer verfügt nach eigenen Angaben über detaillierte „Pandemie-Pläne”. Auch die Deutsche Bank sieht sich „sehr gut vorbereitet”, hieß es in dem Bericht.
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