Ewig spröde: Die Kälte setzt der trockenen Haut ganz besonders zu

Von: dapd
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Hände werden im Alltag oft arg strapaziert. In der kalten Jahreszeit möchte so mancher seine Fäuste am liebsten dauernd in den Taschen vergraben. Foto: dpad

Karlsruhe. In der kalten Jahreszeit möchte so mancher seine Fäuste am liebsten dauernd in den Taschen vergraben. Nicht nur, weil es dort so schön warm ist, sondern auch, weil die Hände weniger ansehnlich sind.

Spröde, gerötet, manchmal rissig: Die Haut leidet im Winter. „Verantwortlich sind Kälte und Trockenheit”, sagt Christina Ili, niedergelassene Dermatologin in Karlsruhe: Um an kalten Tagen möglichst wenig Wärme zu verlieren, schränkt der Körper die Durchblutung der äußeren Extremitäten ein.

Derart schlecht mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, funktionierten die Hautschutzmechanismen an den Händen nicht mehr gut, erläutert die Ärztin: Die Haut produziere weniger Fett und Feuchtigkeit. Hinzu komme, dass die Haut im Winter viel mehr Trockenheit ausgesetzt ist, die ihr zusätzlich Feuchtigkeit entzieht.

Wer ohnehin zu trockener Haut neigt, bekommt diese Einflüsse oft deutlich zu spüren: Die Haut wird noch trockener und verliert an Elastizität. An den seitlichen Fingerkuppen können sich verhornte Stellen bilden. Dort reißt die Haut öfter ein. Schließlich kann die Haut schuppig werden. „Im Extremfall können nässende Hautekzeme und Entzündungen auftreten”, sagt die Hautärztin.

Das einfachste Rezept zur Vorbeugung lautet: Die Hände immer warm halten. Allerdings sollten Betroffene der Versuchung widerstehen, kalte Finger unter heißem Wasser aufzuwärmen.

Denn bei der Haut greift derselbe Mechanismus wie beim Tellerspülen: Je heißer das Wasser, desto mehr Fett spült es von der Oberfläche. Was bei Tellern erwünscht ist, tut trockener Haut dagegen nicht gut. „Die Hände sollte man daher am besten mit lauwarmen Wasser waschen”, rät Christina Ili. Rückfettende Waschlotionen seien dabei schonender als herkömmliche Seifen.

Nach jedem Waschen sollten die Hände eingecremt werden, rät Christina Ili. Für hartnäckigere Fälle empfiehlt die Medizinerin spezielle Hautschutzcremes, die es in Apotheken zu kaufen gibt. Auch Pflegesalben, morgens und abends oder aber über Nacht unter Baumwollhandschuhen auftragen, könnten der Haut viel Fett zurückgeben.

Helfen diese Maßnahmen nicht und ist die Haut bereits schuppig oder entzündet, sollte der Dermatologin zufolge ein Hautarzt hinzugezogen werden. Dann müssten unter Umständen stärkere Mittel wie Kortisonsalbe eingesetzt werden. Mit ausreichender Pflege bildeten sich die Hautprobleme in der Regel innerhalb weniger Tage zurück.
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