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Erste große gesetzliche Kasse will Zusatzbeiträge erheben

Von: ddp
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Berlin. Als erste große gesetzliche Krankenkasse will die Deutsche BKK künftig Zusatzbeiträge erheben. „Wir wollen in den nächsten Wochen oder Monaten damit loslegen”, sagte BKK-Sprecherin Lydia Krüger dem Berliner „Tagesspiegel”.

Betroffen wären davon rund 750.000 Mitglieder. Für den 29. Januar sei eine Verwaltungsratssitzung angesetzt, bei der ein solcher Beschluss fallen könnte, sagte Krüger. Die Zusatzbeiträge könnten also bereits zum Februar erhoben werden. Theoretisch wäre dies sogar rückwirkend möglich.

Die Sprecherin sagte, bei einer gemeinsamen Veranstaltung am kommenden Montag unter dem Titel „Einstieg in den Zusatzbeitrag” werde man mit weiteren Krankenkassen versuchen, „das Tabu Zusatzbeitrag zu brechen”. Letztlich müssten sich alle gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland auf Zusatzbeiträge einstellen.

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” plant rund ein Dutzend Kassen, einen Zusatzbeitrag von monatlich acht Euro zu erheben. Dazu gehöre neben der Deutschen BKK auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK), berichtete das Blatt unter Berufung auf Branchenkreise.

Dem Bundesversicherungsamt liegen laut Bericht derzeit drei Anträge auf Zusatzbeiträge vor. Es sei aber mit weiteren Anträgen zu rechnen. Von der ersten Welle der Zusatzbeiträge seien voraussichtlich bis zu 20 Prozent des Krankenversicherungsmarktes betroffen.

Als erste gesetzliche Kasse in Deutschland hatte im vergangenen Sommer die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) einen Zusatzbeitrag eingeführt. Die Zahl der Betroffenen war mit rund 30.000 Versicherten jedoch vergleichsweise klein.

Die Kassen reagieren mit den Zusatzbeiträgen auf die ihre finanziellen Lücken. Nach der jüngsten Prognose des GKV-Schätzerkreises fehlen den gesetzlichen Versicherern in diesem Jahr rund vier Milliarden Euro.
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