Hamburg - Endometriose bleibt oft unerkannt: Schmerzen oder Zyklusstörungen

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Endometriose bleibt oft unerkannt: Schmerzen oder Zyklusstörungen

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Hamburg. Den Begriff Endometriose haben wohl die meisten Frauen schon einmal gehört.

Dahinter verbirgt sich das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der eigentlichen Gebärmutter, zum Teil in völlig anderen, auch weit entfernt liegenden Organen. Ob sie allerdings selbst betroffen sind, wissen nur wenige Frauen - denn Endometriose kann, muss aber keine Symptome hervorrufen. „Sie kann in sehr unterschiedlichen Schweregraden auftreten, von leichten Beschwerden bei der Regelblutung bis hin zu einem sehr schweren Krankheitsbild”, erläutert Wolfgang Cremer, Vorsitzender des Berufsverbandes der Frauenärzte in Hamburg.

Aufmerksam werden sollten Frauen bei Schmerzen, die kurz vor Beginn der Regelblutung zunehmen und nach Ende der Periode wieder abklingen. Wo die Beschwerden auftreten, ist dabei von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt davon ab, wo genau sich das Schleimhautgewebe angesiedelt hat. Weitere Hinweise auf eine Endometriose können Zyklusstörungen wie eine extrem lange Regelblutung oder Zwischen- und Schmierblutungen sein.

Bei solchen Symptomen sollte man seinen Frauenarzt auf die Möglichkeit einer Endometriose ansprechen. Wegen der Vielfalt an Beschwerdebildern ist allerdings auch die Diagnose schwierig. „Leichtere Formen werden oft gar nicht diagnostiziert”, berichtet Cremer. „Auf Endometriose verdächtige Eierstockzysten können getastet und bei einer Ultraschalluntersuchung gesehen werden. Die sichere Diagnose ist aber nur durch Bauchspiegelung und Untersuchung von dabei entnommenen Gewebeproben möglich”, erläutert er. Wegen dieser Schwierigkeiten gibt es auch keine verlässlichen Angaben darüber, wie viele Frauen betroffen sind. Schätzungen zufolge wird die Erkrankung nur bei jeder zweiten Endometriose-Patientin erkannt - nicht selten, weil die betroffene Frau Probleme hat, schwanger zu werden.

In solchen Fällen muss eine Endometriose natürlich behandelt werden, in allen anderen Fällen muss der Frauenarzt abwägen, ob die Schwere der Symptome eine Therapie notwendig macht. Denn: „Die Endometriose ist meist schwer zu behandeln”, erläutert Cremer. Mögliche Ansätze sind zum Beispiel eine Hormontherapie, die den Zyklus unterdrückt und somit auch das Anschwellen der zusätzlichen Gebärmutterschleimhautherde verhindert, oder, in schweren Fällen, eine Operation, in der die Herde entfernt werden.
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