Diabetes und Rauchen erhöhen Thrombose-Risiko durch die Pille

Von: ddp
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Hainburg. Die Pille ist aus dem Leben vieler Frauen nicht mehr wegzudenken. Dennoch birgt das Verhütungsmittel gewisse Risiken. Immer wieder wird vor einer Thrombosegefahr gewarnt. Und eine Venenthrombose kann in Ausnahmefällen schwere Folgen haben.

Es löst sich ein Teil des Gerinnsels, wandert bis in die Lunge und verschließt dort ein Gefäß. Doch es bestehe kein Grund zur Panik, sagt Frauenärztin Inge Reckel-Botzem aus Hainburg. Von 20.000 Frauen, die die Pille einnehmen, sei bei vier innerhalb eines Jahres mit einer Venenthrombose zu rechnen. Gefährdet seien vor allem Frauen, deren Risiko ohnehin erhöht ist. Beispielsweise aufgrund einer familiären Thrombose-Neigung, starkem Übergewicht oder Bewegungsarmut.

„Auch gefäßwirksame Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes steigern das Risiko”, sagt die Expertin. Frauen, die über 30 Jahre alt sind und rauchen, sind ebenfalls gefährdet und sollten mit ihrem Gynäkologen über alternative Verhütungsmittel sprechen. Untersuchungen hätten gezeigt, dass die sogenannten Kombinationspräparate, die sowohl das Hormon Östrogen als auch Progesteron enthalten, die Gefahr von Blutgerinnseln in den Venen ansteigen lassen. Vor allem in den ersten Monaten der Einnahme sei das Risiko erhöht, sagt Reckel-Botzem. Östrogenfreie Pillen seien weniger problematisch.
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