Das erste Sonnenbad im Frühling sollte mit Vorsicht genossen werden

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:
sonnenbad / frühling / sonne / sonnenbrand
Eine Radfahrerin entspannt bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen von rund 25 Grad Celsius unter einem bluehenden Zierkirschenbaum im Zentrum von Dresden (Foto vom 16.04.07). Die ersten langen Sonnentage im Frühling sind eine Wohltat. Bei einem Spaziergang an der frischen Luft kommen Körper und Geist endlich wieder in Schwung. Bei aller Frühlingseuphorie sollte aber auch der Sonnenschutz nicht vergessen werden, denn vor allem in der Übergangszeit ist das Risiko für Sonnenbrände besonders hoch. Foto: ddp

Mönchengladbach. Die ersten langen Sonnentage im Frühling sind eine Wohltat. Bei einem Spaziergang an der frischen Luft kommen Körper und Geist endlich wieder in Schwung. Die wärmenden Strahlen vertreiben die trüben Gedanken, die sich über den dunklen Winter angesammelt haben.

Außerdem bekommt das Gesicht wieder Farbe und das Immunsystem wird angekurbelt. Bei aller Frühlingseuphorie sollte aber auch der Sonnenschutz nicht vergessen werden, denn vor allem in der Übergangszeit ist das Risiko für Sonnenbrände besonders hoch. „Gerade die Frühjahrssonne wird oft unterschätzt”, sagt der Mönchengladbacher Hautarzt Rolf Ostendorf vom Berufsverband Deutscher Dermatologen".

Während sich die meisten Menschen aufgrund der vergleichsweise kühlen Lufttemperaturen noch in Sicherheit wiegten, könne die Sonnenstrahlung bereits sehr intensiv ausfallen. „UV-Schäden auf der Haut können auch schon im April auftreten”, warnt der Hautexperte.

Wer die sonnigen Tage ohne Bedenken genießen möchte, sollte seine Haut deshalb langsam an die intensivere Strahlung gewöhnen und sich mit einer geeigneten Creme ausrüsten. „Der kurze Frühlingsspaziergang ist kein Problem, für eine längere Radtour sollte man sich aber eincremen”, rät Ostendorf. Vor allem empfindlichen Menschen mit heller Haut und solchen mit lichten Haaren sei zusätzlich zu einem Sonnenhut zu raten. Besonderen Schutz benötigen außerdem Kinder. „Speziell Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Hautkrebsrisiko”, betont der Dermatologe.

Die Sonnencreme der Wahl hat nach dem Rat des Dermatologen mindestens den Lichtschutzfaktor 20. Die Qualität des gewählten Produkts sei nicht unbedingt eine Frage des Preises. „Auch günstige Präparate bieten oft guten Schutz”, sagt Ostendorf. Vor allem bei körperlicher Anstrengung oder beim Baden müsse allerdings darauf geachtet werden, regelmäßig alle zwei bis drei Stunden nachzucremen. Außerdem sollten besonders empfindliche Stellen wie Nase, Ohren oder Haaransatz nicht vergessen werden.

Eine gleichmäßige Verteilung des Sonnenschutzes auf der Haut ist in der Regel einfacher, wenn man Sprays benutzt. Diese Schutzpräparate aus der Sprühflasche eigneten sich oft auch besser für Menschen, die auf Sonnencremes empfindlich reagierten oder nach dem Auftragen mit Pickeln zu kämpfen hätten, sagt Ostendorf. Denn diese Reaktionen seien meist die Folge eines hohen Fettgehalts der Creme. „Sprays sind dagegen eher fettarm”, betont der Hautexperte.

Von Solariumsbesuchen zur Vorbereitung auf die Sonne rät Ostendorf ab. „Künstliche Bräuner können sehr schnell eine schädigende Wirkung entfalten”, betont er. Insbesondere eine zu intensive UVA-Strahlung zerstöre die elastischen Fasern und mache die Haut faltig und ledrig. „Da ist es besser, sich vorsichtig an der frischen Luft an die Sonne zu gewöhnen”, sagt der Dermatologe. Nur einen minimalen Schutzeffekt biete die vorbeugende Einnahme von Beta-Carotin-Präparaten.

Wer sich trotz aller Vorsicht einen Sonnenbrand zuzieht, kann die Schmerzen mit After-Sun-Lotionen etwas lindern. „Aber außer etwas Kühlung und Beruhigung der Haut bewirken diese Mittel kaum etwas”, sagt Ostendorf: „Ein Schaden des Hautgewebes lässt sich nicht so einfach beheben.” Gerade nach großflächigen Verbrennungen, bei denen sich die Haut ablöst, sollte deshalb möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert