Blutkonserven in NRW nach wie vor knapp

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Hagen. Blutkonserven sind derzeit in Nordrhein-Westfalen nur für einen Zwei-Tage-Bedarf von Krankenhäusern und Arztpraxen vorrätig.

Damit sei der Mangel zwar nicht so schlimm wie in vergangenen Sommern, sagte der Sprecher des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Friedrich-Ernst Düppe, in Hagen der Nachrichtenagentur ddp. Dennoch spürten die Blutspendedienste, dass es in der Ferienzeit weniger Spender gebe.

Pro Tag ordern Krankenhäuser und Arztpraxen im Land den Angaben zufolge etwa 4000 Blutkonserven beim DRK-Blutspendedienst West, der neben NRW auch für Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig ist. 3000 der Konserven sind dabei für Nordrhein-Westfalen bestimmt. Um den Status quo zu halten, müssten im Land daher täglich 3500 Spender ihr Blut abgeben. „Wenn da mal an zwei oder drei Tagen jeweils 500 weniger kommen, leben wir von der Hand in den Mund”, sagte Düppe. Generell werde bei sonnigem Wetter und in der Ferienzeit weniger gespendet, beklagte Düppe. In diesem Jahr habe die Zurückhaltung bei den Urlaubsbuchungen sowie das wechselhafte Wetter die Spendedienste wohl vor einem extremen Engpass bewahrt.

Rund 30 Prozent des gespendeten Bluts hilft den Angaben zufolge Krebspatienten im Land. Diese bräuchten kontinuierlich Blutkonserven, deswegen sei der Bedarf auch in der Ferienzeit sehr hoch. Auf Unfallopfer entfielen dagegen nur sechs bis acht Prozent des Gesamtverbrauchs. Viel Blut werde auch für Organtransplantationen benötigt.

Besonders gefragt sind nach wie vor Blutgruppen mit dem Rhesusfaktor negativ. Besonders wenig Blutspender gibt es den Angaben zufolge in der Altersgruppe zwischen 25 und 40 Jahren. Nur weniger als drei Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung spenden derzeit regelmäßig Blut. Wer spenden will, muss zwischen 18 und 68 Jahre alt sein. Bezahlt wird die Blutspende beim DRK nicht.
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