Bewusstloser Diabetiker meist stark unterzuckert

Von: dpa
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Eine gesunde Lebensweise kann das Diabetes-Risiko senken. Foto: ddp

Mainz. Wird ein mit Insulin oder blutzuckersenkenden Medikamenten behandelter Diabetiker plötzlich bewusstlos, kann das an einer schweren Unterzuckerung liegen. Anwesende müssen dann schnell handeln, rät die in Mainz erscheinende Zeitschrift „Diabetes Journal” (Ausgabe 8/2009).

Zuerst sollten sie die Atemwege des Ohnmächtigen frei machen, gegebenenfalls Zahnprothesen oder Essenreste entfernen und ihn eine stabile Seitenlage bringen. Sie dürfen ihm keinen Traubenzucker oder Nahrung über den Mund zuführen.

Falls vorhanden, sollten sie dem Bewusstlosen eine Ampulle Glukagon unter die Bauchhaut oder in den Oberschenkelmuskel spritzen. Glukagon ist der Gegenspieler des blutzuckersenkenden Insulins und kann der Zeitschrift zufolge eine schwere Unterzuckerung schnell beheben.

Wacht der Betroffene aber zehn Minuten nach der Spritze nicht auf, müsse unbedingt ein Arzt gerufen werden, damit dieser die Unterzuckung mit einer Zuckerinfusion in die Vene behebt.

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