München - Besser keine Lakritze in der Schwangerschaft

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Besser keine Lakritze in der Schwangerschaft

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München. Schwangere essen besser keine Lakritze. Sie riskieren sonst eine ungünstige Entwicklung ihres Kindes, erläutert Klaus König vom Berufsverband der Frauenärzte in München.

Er beruft sich auf verschiedene Studien, die das in jüngerer Zeit gezeigt hätten. Demnach maßen Forscher bei Kindern von Frauen, die während der Schwangerschaft Lakritz gegessen hatten, dreimal höhere Cortisol-Level als bei gleichaltrigen Kindern, deren Mütter kein Lakritz gegessen hatten. Bereits ein Gramm Lakritze pro Woche habe gereicht, um die Cortisol-Werte zu erhöhen.

Cortisol ist ein Stresshormon und wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. So bestehe ein Zusammenhang zwischen Cortisol und der Fähigkeit, Stress zu bewältigen sowie der Entwicklung von Diabetes und Übergewicht, erläutert König.

Schon früher sei außerdem beobachtet worden, dass bei einem Konsum von mehr als 100 Gramm Lakritze pro Woche in der Schwangerschaft die Kinder später gehäuft Verhaltens- und Konzentrationsprobleme hatten.

Die Forscher vermuteten, dass der Süßholzwurzel-Bestandteil Glycyrrhizin die Plazenta durchlässiger für Stresshormone der Mutter macht und so das ungeborene Kind beeinträchtigt.
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