Berlin - Bei Reiseübelkeit Horizont fixieren

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Bei Reiseübelkeit Horizont fixieren

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Berlin. Lange Auto-, Bus- oder Schiffsfahrten können bei Kindern und Erwachsenen Übelkeit und Erbrechen verursachen.

Die Reiseübelkeit lässt sich oft verhindern, indem man aus dem Fenster sieht und die Wolken oder den Horizont betrachtet, rät Lutz Engelen, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer in Berlin. Dann kann das Gehirn die Ursache einer passiven Bewegung erkennen.

Auch die Wahl des Sitzplatzes trägt dazu bei, das Risiko verringern. Wer besonders anfällig ist, sollte im Bus direkt hinter der Vorderachse, im Auto auf dem Beifahrersitz und im Schiff oberhalb des Wasserspiegels in der Mitte sitzen. Frische Luft und tiefes Atmen sind ebenso sinnvoll wie regelmäßige Pausen. „Wenn einfache Verhaltensregeln nicht ausreichen, helfen rezeptfreie Arzneimittel gegen Reiseübelkeit. Sie werden am besten vorbeugend eingenommen”, sagt Engelen.

Manche der rezeptfreien Mittel gegen Reiseübelkeit sind auch für Kinder geeignet. Sie blockieren das Brechzentrum im Gehirn. „Eine häufige Nebenwirkung: Sie machen müde. Das ist bei Kindern oft erwünscht, aber Autofahrer sollten sie gerade deshalb nicht einnehmen”, sagt Engelen. Kapseln oder Zäpfchen gegen Reiseübelkeit werden am besten vor Reiseantritt eingenommen. Wirkstoff-Kaugummis wirken bereits innerhalb weniger Minuten und daher auch noch, wenn schon erste Beschwerden einsetzen. Wer pflanzliche Arzneimittel bevorzugt: Kindern ab sechs Jahren und Erwachsenen helfen hoch dosierte Ingwer-Extrakte. Sie sind für Kleinkinder aber nicht geeignet.

Eine Reisekrankheit entsteht, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen verarbeiten muss. Bei einer Reise im Auto, Bus oder Schiff meldet das Gleichgewichtsorgan dem Gehirn Bewegungen, etwa wechselnde Körperbeschleunigungen. Wenn sich jemand während der Reise auf ein Buch oder eine Spielekonsole konzentriert, nehmen die Augen hingegen keine Bewegung wahr. Die widersprüchlichen Wahrnehmungen der verschiedenen Sinnessysteme verursachen bei manchen Menschen Schwindel und Übelkeit bis hin zum Erbrechen.
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