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Bei nachlassender Sehkraft sicher mobil bleiben

Von: ddp
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Berlin. Wenn im Alter die Sehkraft nachlässt, sind manche Menschen nicht mehr gern draußen unterwegs. Oft sind sie zum Beispiel schon einmal hingefallen, weil sie eine Unebenheit im Gehweg nicht erkannt haben. Oder sie hatten mehrfach Probleme, sich allein zu orientieren.

„Wegen nachlassender Sehfähigkeit sollte sich niemand zu Hause verkriechen”, sagt Reiner Delgado, Sozialreferent beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband. Schließlich gebe es viele Möglichkeiten, wie man sicher mobil bleiben könne.

„Zunächst einmal ist es wichtig, regelmäßig zum Augenarzt zu gehen, damit dieser mögliche Krankheiten behandeln kann”, sagt Delgado. Dann sollte man versuchen, das verbleibende Sehvermögen mit geeigneten Hilfsmitteln so gut wie möglich auszunutzen. Eine oder mehrere Brillen seien dafür meist die Grundlage. „Bei einigen Erkrankungen ist man zum Beispiel sehr blendempfindlich und braucht draußen oft eine getönte Brille”, sagt Delgado. Damit könne man Kontraste besser sehen und auch mögliche Hindernisse erkennen.

Manchen Menschen hilft auch ein sogenanntes Monokular. Mit diesem kleinen Fernrohr lassen sich zum Beispiel Straßenschilder oder Anzeigetafeln anschauen, deren Schrift man sonst nicht mehr lesen kann. „Mit etwas Übung erkennt man damit auch das Signal einer Fußgängerampel oder die Nummer eines ankommenden Busses”, berichtet Delgado.

Wenn das Sehvermögen nachlässt, muss man sich in seiner Umgebung oft neue Punkte zur Orientierung suchen. Statt wie früher „am gelben Haus” rechts abzubiegen, sollte man sich besser erkennbare Merkmale wie Zebrastreifen oder Telefonzellen suchen. „Ist man auf unbekanntem Terrain unterwegs, sind detaillierte Wegbeschreibungen nützlich”, sagt Delgado.

Den weißen Taststock können nicht nur Blinde verwenden, sondern auch Sehbehinderte. „Gerade wenn man im Alter nicht mehr ganz so sicher auf den Beinen ist, sollte man schon vor einer Erblindung den Stock benutzen, um etwa Unebenheiten am Boden zu erkennen”, sagt Delgado. Wird der „Blindenlangstock” vom Arzt verschrieben, übernimmt die Krankenversicherung in der Regel die Kosten für dieses Hilfsmittel und das dazugehörige Mobilitätstraining. Dabei lernt man, den Stock zu handhaben und damit in verschiedenen Situationen sicher unterwegs zu sein.

Weitere Hinweise gibt es beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband und seinen Ortsvereinen, Tel.: 01805 - 66 64 56 (14 Cent/Min.).
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