Bei Jungen Impfschutz gegen Mumps kontrollieren

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Köln. Früher galt Mumps als harmlose Kinderkrankheit. Heute weiß man, dass die Drüsenentzündung zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen wie Herzmuskel- oder Hirnhautentzündung führen kann.

„Besonders bei jungen Männern in und nach der Pubertät besteht das Risiko einer Hodenentzündung”, sagt Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte.

Trotz der Risiken einer Mumpserkrankung folgen nicht alle Eltern den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin, die zwei Schutzimpfungen im Kleinkindalter vorsieht. Immer wieder kommt es deshalb zu kleineren Mumps-Epidemien. „Im Jahr 2010 gab es zum Beispiel im Raum Regensburg über 100 Mumpsfälle”, weiß Hartmann. Einige der Regensburger Patienten mussten stationär behandelt werden.

„Auf 500 Mumpserkrankungen kommt laut Statistik eine Hirnhautreizung, die sich zu einer Gehirnhautentzündung ausweiten kann”, erläutert der Kinder- und Jugendarzt aus den nordrhein-westfälischen Kreuztal. Die Bauchspeicheldrüse werde bei jeder dritten Mumpserkrankung in Mitleidenschaft gezogen: „Erbrechen und heftige Bauchschmerzen sind die Folge.”

Auch wenn die meisten Mumpserkrankungen folgenlos ausheilten, hätten besonders junge Männer ein erhöhtes Komplikationsrisiko: „Hodenentzündungen können zur Unfruchtbarkeit führen.” Hartmann empfiehlt deshalb dringend, bei Jungen den Impfschutz zu kontrollieren.

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