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Bei Halsschmerzen mit Belägen und Fieber schnell zum Arzt

Von: dpa
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Köln. Leiden Kinder im Spätwinter oder Frühjahr plötzlich unter Fieber mit Halsschmerzen und Belägen auf Mandeln und Zunge, sind häufig Streptokokken die Ursache.

„Streptokokken sind Bakterien, die die Nieren und das Herz schädigen können. Deshalb muss der Kinder- und Jugendarzt das Kind rechtzeitig mit einem Antibiotikum behandeln”, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Streptokokken können durch einen Schnelltest aus einem Rachenabstrich sicher nachgewiesen werden. „Wenn sich das Kind nicht innerhalb von zwei Tagen nach der Einnahme des Antibiotikums besser fühlt, sollten Eltern noch einmal die Praxis kontaktieren”, rät Fegeler. Dann muss unter Umständen ein anderes Antibiotikum verwendet werden.

Ein scharlachroter entzündeter Gaumen und Mandeln mit weißlichen Belägen, geschwollene Lymphknoten am Hals sind Warnzeichen für eine Streptokokkeninfektion. Kopf-, Bauchschmerzen, Schüttelfrost, Übelkeit und Erbrechen können hinzukommen. Weitere typische Merkmale sind ein auffälliger Belag auf der Zunge, von dem sich die Papillen deutlich abheben. Daher stammt die Bezeichnung Erdbeerzunge, die im Anfangsstadium einer Streptokokkeninfektion typisch ist. Wenn der Zungenbelag abgestoßen ist, wird die Zunge himbeerfarben - dann spricht man von einer Himbeerzunge. Tritt ein charakteristischer kleinfleckiger Ausschlag hinzu, liegt das klassische Scharlachbild vor.

Streptokokkeninfektionen machen etwa knapp ein Viertel der Halsentzündungen bei Kindern aus. Meist sind Kinder zwischen 5 und 11 Jahren betroffen. Da durchgemachte Streptokokkeninfektionen keine bleibende Immunität hinterlassen, kann man sich das ganze Leben hindurch mit Streptokokken infizieren.

Die Bakterien sind sehr ansteckend und verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion. Ist ein Familienmitglied erkrankt, so stecken sich Angehörige bei ihm schätzungsweise mit einer 40-prozentigen Wahrscheinlichkeit an. „Warme Flüssigkeiten wie Suppen und Tee lindern die Beschwerden”, sagt Fegeler. Orangen-, Grapefruitsaft und Limonaden oder andere säurehaltige Getränke könnten den wunden Rachen dagegen noch zusätzlich reizen.

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