Bei häufig „einschlafenden” Gliedmaßen Arzt zurate ziehen

Von: dapd
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Köln. Es kribbelt, piekst und sticht in den Händen oder Füßen: Ab und zu schlafen wohl jedem Menschen die Gliedmaßen ein.

Tritt das Phänomen allerdings häufig auf, kann dahinter eine Erkrankung stecken. Wer immer wieder derartige Missempfindungen erlebe, sollte auf jeden Fall einen Nervenarzt aufsuchen, sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen. Der Mediziner könne die genauen Ursachen herausfinden und eine geeignete Behandlung einleiten.

Ursache für das unangenehme Prickeln könne zum einen Druck auf die Nerven an Händen und Füßen sein, erläutert der in Köln praktizierende Arzt. Dies sei beispielsweise beim Karpaltunnelsyndrom der Fall. Dabei wird ein Nerv im Karpaltunnel des Handgelenks durch das umgebende Gewebe eingeengt. Gründe können eine Überlastung des Gewebes durch monotone Arbeiten oder eine Entzündung sein. Unbehandelt kann die Erkrankung in schlimmen Fällen zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit der Hand führen. Ein ähnliches Syndrom kann am Tarsaltunnel am Fuß auftreten.

Die Missempfindungen können Curt Beil zufolge aber auch auf Schädigungen der Nerven infolge von Stoffwechselerkrankungen hinweisen. Diabetes gehöre dazu; aber auch chronischer Alkoholmissbrauch oder bestimmte Umweltgifte könnten zu Nervenschädigungen führen. Schließlich könne das Kribbeln auch als Folge eines Bandscheibenvorfalls auftreten.

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