Bei der Pille im Urlaub auf Zeitverschiebung achten

Von: ddp
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Derzeit gibt es nur für Frauen bis zum 20. Lebensjahr die Pille kostenfrei. Diese Altersgrenze soll angehoben werden, mindestens für bedürftige Frauen - auch um die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche einzudämmen. Foto: dapd

Hamburg. Sommer, Sonne, Strand - im Urlaub gehören Feiern und Flirten für viele einfach dazu. Damit daraus nicht eine Schwangerschaft als unerwünschtes Souvenir resultiert, ist der richtige Umgang mit der Pille unverzichtbar.

„Wichtig ist, die Pille möglichst weiter im Abstand von 24 Stunden einzunehmen”, betont der Hamburger Gynäkologe Wolfgang Cremer vom Berufsverband der Frauenärzte.

Kompliziert kann das bei einer Zeitverschiebung zwischen Heimat- und Urlaubsland werden: „Wenn die Reise länger vorausgeplant ist, kann man am Heimatort die Pille zu einer Zeit einnehmen, die so liegt, dass man im 24-Stunden-Rhythmus bleibt und man sich auch im Urlaubsland nicht mitten in der Nacht den Wecker stellen muss”, empfiehlt der Experte.

Ist der Trip kurzfristiger, hängt die optimale Strategie davon ab, ob man ein Kombinationspräparat einnimmt, das die Hormone Östrogen und Gestagen enthält, oder eine lediglich gestagenhaltige Minipille. Im ersten Fall kann man die Einnahme ohne Einbußen bei der Sicherheit um bis zu zwölf Stunden verschieben, bei der Minipille darf die Einnahmezeit hingegen nicht mehr als drei Stunden vom 24-Stunden-Rhythmus abweichen.

Hier gibt es die Möglichkeit, den Zeitunterschied durch eine „Zwischenpille” zu überbrücken. Wie das im individuellen Fall funktioniere, sollte auf jeden Fall mit dem Frauenarzt besprochen werden, damit nichts schiefgehe, empfiehlt Cremer.

Alternativ kann man natürlich die Pille auch durch das Verhütungspflaster oder den Verhütungsring ersetzen. „Beide wirken wie die Pille, geben aber die Hormone kontinuierlich ab”, erläutert der Gynäkologe.
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