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Bei der Jobwahl möglichst auch den Schlafrhythmus berücksichtigen

Von: dapd
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Regensburg. Wer optimale Leistung bringen will, sollte auf die Signale des Körpers hören. Das gilt auch für das Schlafbedürfnis. Es lässt sich nicht nach Belieben manipulieren.

Deshalb sollte der Job zum individuellen Schlafrhythmus passen, rät Jürgen Zulley, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitäts- und Bezirksklinikum Regensburg.

„90 Prozent der Bevölkerung sind sich in Sachen Biorhythmus einig: Ihre innere Uhr zeigt zwischen drei und vier Uhr nachts Mitternacht an. Kurz davor befinden sie sich in der wichtigsten Phase, dem Tiefschlaf”, erklärt Zulley. Aber es gebe auch die sogenannten Chronotypen, die rund 10 Prozent der Bevölkerung ausmachten.

„Ihr Rhythmus ist stark nach vorne oder hinten verlagert, was Auswirkungen auf ihre Leistungsfähigkeit hat”, sagt der Schlafforscher. Der Morgentyp habe einen vorgezogenen Rhythmus: „Er steht zeitig auf und hat seine Hochleistungsphase in den sehr frühen Morgenstunden - was dann aber dummerweise oftmals niemand mitbekommt.”

Das andere Extrem seien die sogenannten Abendtypen. „Deren biologischer Rhythmus ist nach hinten verschoben. Bei diesen Personen ist morgens zwischen sechs bis acht Uhr erst Mitternacht und somit eigentlich die optimale Schlafenszeit”, erläutert Zulley.

In dieser Zeit sollten Abendtypen die Arbeit nach Ansicht des Schlafforschers besser einstellen, denn sie seien in diesen Stunden erheblich weniger leistungsfähig und machten deutlich mehr Fehler. „Diese Nachteulen laufen dafür zur Hochleistung auf, wenn der Biorhythmus anderer Menschen schon wieder an einem Tiefpunkt angelangt ist.”

Zulley rät Morgentypen zu einem Beruf, der zeitiges Aufstehen erfordert. „Die Abendtypen dagegen sollten zum Schutz ihrer selbst und aller anderen Personen lieber etwas länger im Bett bleiben”, ergänzt der Schlafforscher.

Wer diese Möglichkeit nicht hat, könne zumindest versuchen, Kompromisslösungen zu finden: „Legen Sie beispielsweise wenig anspruchsvolle Tätigkeiten in die Stunden des Leistungstiefs, gönnen Sie sich öfters Pausen oder halten Sie einen Mittagsschlaf”, sagt Zulley.
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