Bei Blähbauch viel draußen bewegen

Von: ddp
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<b>München. </B>Es grummelt und zwickt, der Bauch fühlt sich an wie ein prall gefüllter Luftballon und nicht selten treten Krämpfe und Schmerzen auf: Wer zu einem Blähbauch neigt, hat immer wieder mit solchen Problemen zu kämpfen.

Dahinter steckt oft ein unerkanntes Reizdarmsyndrom, vor allem, wenn die Blähungen mit Schmerzen einhergehen: „Bei Menschen mit Reizdarmsyndrom sind die Darmwände empfindlicher gegenüber Dehnungen und verursachen daher schneller Schmerzen als bei Gesunden, wenn sich Gas ansammelt”, erläutert der Münchner Gastroenterologe Berndt Birkner, Vorstandsmitglied im Bundesverband Gastroenterologie.

Bei dem verantwortlichen Gas handelt es sich um Kohlendioxid, das sich vor allem beim Zersetzen von pflanzlichen Nahrungsmitteln bildet. „Paradoxerweise verursacht genau das, was wir unter gesunder Ernährung verstehen, bei den Betroffenen mehr Probleme als eine Ernährung mit sehr viel Fleisch und Fisch”, kommentiert Birkner.

Komplett verhindern kann man die Blähungen nicht, mit ein paar Regeln lässt sich das Problem jedoch deutlich verringern. Als erstes sollte man seine Essgewohnheiten anpassen, empfiehlt der Experte: Blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte oder Kohl gilt es zu meiden, genauso wie alles andere, bei dem man das Gefühl hat, es verschlimmere die Situation.

Der zweite wichtige Faktor ist ausreichende Bewegung, wenn möglich an frischer Luft. „Das hat zwei Effekte: Zum einen regt es die Darmtätigkeit an und zum anderen kann man die Luft aus dem Darm ohne schlechtes Gewissen entweichen lassen”, sagt Birkner.

Von Mitteln, die dem angestauten Gas auf physikalische Weise zu Leibe rücken sollen, hält der Gastroenterologe hingegen eher wenig: Wenn überhaupt, helfen sie seiner Erfahrung nach nur kurzfristig.
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