Düsseldorf - Auch Tierärzte setzen auf Computertomographie

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Auch Tierärzte setzen auf Computertomographie

Von: Michael Kieffer, dpa
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Düsseldorf. Tierärzte können ihren Patienten mit immer ausgeklügelterer Technik wieder auf die Pfoten helfen. Ähnlich wie beim Menschen kommen verstärkt teure Maschinen zum Einsatz, wie der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin, Gerhard Staudacher, der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Er leitet den nach seinen Angaben bundesweit größten Kongress für Kleintiermedizin, der an diesem Donnerstag mit rund 1100 Teilnehmern in Düsseldorf beginnt. Ein Schwerpunkt sind Diagnostik-Methoden wie die Computertomographie.

„Haustiere gehören schlicht und einfach zur Familie”, sagte Staudacher. „Und wenn das Haustier dann krank wird, versuchen die Menschen, es wieder gesund zu bekommen.” Die 300 bis 400 Euro Kosten für eine Untersuchung mit Computertomographie (CT) hält der Aachener Veterinärmediziner für gerechtfertigt. Halter von Hunden, Katzen oder Kaninchen sparten sich dadurch womöglich noch höhere Kosten für eine unnötige Behandlung.

Zum Beispiel ein Hund, der schon lange unter rätselhaftem Nasenbluten leidet: „Dann steckt man dieses Tier in den Computertomographen, findet eine Verpilzung, einen Fremdkörper oder einen Tumor - und kann ihm unter Umständen so weit helfen, dass es wieder gesund ist”, sagt Staudacher.

Die Maschinen für die Diagnostik bei Tieren unterscheiden sich nicht von denen für Menschen. Geeignet seien sie etwa für Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen - bei hoher Bildauflösung sogar für Wellensittiche, sagte Staudacher. Auch Untersuchungen per Endoskop oder Ultraschall seien verbreitet.

Seit acht bis zehn Jahren werde Computertomographie in der Tiermedizin eingesetzt, sagte Staudacher. Mit diesem Verfahren könnten Mediziner Krankheiten von Knochen, Lunge oder Bauchhöhle erforschen und mehr über chronische Entzündungen bis hin zu Tumoren erfahren.

Sogenannte bildgebende Verfahren, mit denen Tierärzte ohne operativen Eingriff Abbildungen des Inneren ihrer Patienten erhalten, stehen im Mittelpunkt des viertägigen Kongresses. Bis Sonntag geht es um Tier-Erkrankungen an Kopf, Hals und Brustkorb.

Die Spezialisierung in der Veterinärmedizin habe insgesamt stark zugenommen. „Früher hat ein Tierarzt Hund, Katze, Pferd, Schwein und Maus behandelt”, erläuterte Staudacher. „Inzwischen gibt es Kollegen, die nur noch Katzen behandeln.”
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