Jena - Auch Erwachsene können Keuchhusten bekommen

Auch Erwachsene können Keuchhusten bekommen

Von: dapd
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Jena. Bei Kindern ist der Keuchhusten (Pertussis) an den schweren Hustenattacken in der Nacht, der Atemnot und den typisch keuchenden Atemgeräuschen leicht zu erkennen. „Und früher wurde Keuchhusten auch primär als Kinderkrankheit wahrgenommen”, sagt Anja Kwetkat, Internistin für Klinische Geriatrie und physikalische Therapie und Chefärztin an der Klinik für Geriatrie am Universitätsklinikum Jena.

„Aber in den vergangenen Jahren hat sich das Erkrankungsalter deutlich nach oben verschoben.”

Das Problem am Keuchhusten bei älteren Patienten sei, dass die meisten überhaupt nicht wüssten, dass sie an Keuchhusten leiden. Die Symptome unterschieden sich nämlich von denen der Kinder und würden deswegen nicht selten mit anderen Atemwegserkrankungen verwechselt.

„Keuchhusten bei Erwachsenen äußert sich eher wie eine Erkältung, aber mit hartnäckigem Husten, der über Wochen und Monate andauern kann”, sagt Kwetkat. „Und es kann auch ebenso lange dauern, bis dann Keuchhusten diagnostiziert wird.”

Gerade bei über 60-Jährigen könnten das ständige Husten und der damit verbundene dauerhaft erhöhte Druck beispielsweise Leistenbrüche verschlimmern. „Seit 2009 wird deswegen empfohlen, sich einmal im Erwachsenenalter gegen Pertussis impfen zu lassen”, sagt Kwetkat. Wer einen hartnäckigen Husten über Wochen nicht loswerde, sollte an die vermeintliche Kinderkrankheit denken und unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.

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