Mönchengladbach - Asthmatiker sollten Wetterwechsel im Auge behalten

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Asthmatiker sollten Wetterwechsel im Auge behalten

Von: ddp
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Asthma
Auch Kinder mit Asthma brauchen ausreichend Bewegung - sonst kommen ihre Atemwege mit den Anstrengungen im Alltag schnell nicht mehr zurecht. Foto: dpa

Mönchengladbach. Wetterwechsel machen vielen Menschen zu schaffen. Betroffen seien dabei nicht nur diejenigen, deren Kreislauf anfällig sei, sondern vor allem auch Asthmatiker, sagt Allergieberaterin Anja Schwalfenberg vom Deutschen Allergie- und Asthmabund.

„Sie müssen bei einem Wetterumschwung besonders darauf achten, dass sie medikamentös gut eingestellt sind und ihr Asthma gut kontrolliert ist. Bei Bedarf kann die Medikation, natürlich in Absprache mit dem Arzt, angepasst werden”, empfiehlt sie.

Grundsätzlich ist wärmeres, trockenes Wetter gut für Asthmatiker geeignet. „Problematisch sind schnelle Temperaturänderungen, kalte Luft oder feuchte Kälte zum Beispiel bei Nebelbildung. Auch extrem trockene Luft kann die Schleimhäute reizen und dadurch noch anfälliger für Infektionen machen”, erläutert die Expertin. Für Asthmatiker wird daher im Herbst die saisonale Grippeschutzimpfung empfohlen.

Inversionswetterlagen, bei denen sich kalte Luft über warme legt und dadurch die Zirkulation eingeschränkt wird, verstärken ebenfalls häufig die Beschwerden. „Gerade in Städten konzentrieren sich dann Schadstoffe, die die Atemwege reizen können, weil sie aufgrund der fehlenden Durchmischung nicht weggeweht werden”, berichtet Schwalfenberg.

Relativ neu ist die Entdeckung, dass auch steigende Temperaturen und eine rasante Zunahme der Luftfeuchtigkeit Asthmatikern zu schaffen machen können: Eine US-Studie hat erst kürzlich gezeigt, dass vor allem bei Kindern die Anzahl der Anfälle steigt, wenn die Temperatur um mindestens 12 Grad Celsius in die Höhe schnellt oder die Luftfeuchtigkeit plötzlich um zehn Prozent zunimmt.
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