Achtsamkeitsübungen gegen Burnout

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Burnout
Anerkennung am Arbeitsplatz senkt das Risiko für einen Burnout. Foto: dpa

Berlin. Chronische Schmerzen und Burnout haben etwas gemeinsam: Sie haben zu tun mit Stress und emotionalen Störungen wie Ängsten oder Depressionen, wie der Schweizer Burnout-Experte Toni Brühlmann erklärt.

Hilfreich sein können in beiden Fällen sogenannte Achtsamkeitsübungen. Auf dem Deutschen Schmerzkongress, der derzeit (17. bis 20. Oktober) in Mannheim stattfindet, präsentieren Spezialisten neue Erkenntnisse zu den Parallelen zwischen Burnout und Schmerz.

Burnout ist nach Angaben Brühlmanns gekennzeichnet durch eine gestörte Stressverarbeitung, aber auch durch den Verlust eines tragenden Lebenssinns. „Beide Aspekte sollten in einer Therapie berücksichtigt werden”, rät der Experte. „Der Patient muss sich seiner eigenen Werte wieder bewusst werden und Verantwortung dafür übernehmen.”

Bei der Behandlung von Burnout liegt der Schwerpunkt in der Regel allerdings im Bereich von Beruf, Leistung und Erfolg. Werte wie das Gute, Schöne, Wahre kommen zu kurz, wie Brühlmann betont. In diesem Fall könnten Achtsamkeitsübungen helfen.

Bei solchen Übungen lernt der Betroffene, sich mit Schmerz beziehungsweise Stress auseinanderzusetzen, und kann so eine Haltung der Akzeptanz entwickeln. „Man darf Akzeptanz allerdings nicht verwechseln mit Resignation”, betont der Mainzer Psychotherapeut Joachim Korb. Man dürfe dem Einzelnen nicht die ganze Verantwortung für seine Situation aufbürden. „Notwendige Veränderungen im Arbeitsleben bedürfen auch gesellschafts- und sozialpolitischer Antworten.”

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