München - Abnehmen und Sport gegen Belastungsinkontinenz

Abnehmen und Sport gegen Belastungsinkontinenz

Von: Florian Sanktjohanser, dpa
Letzte Aktualisierung:
Gymnastik / Beckenboden
Frauen, die unter einer Belastungsinkontinenz leiden, können ihre Beschwerden oft durch Abnehmen und gezielte Beckenbodengymnastik lindern.

München. Frauen, die unter einer Belastungsinkontinenz leiden, können ihre Beschwerden oft durch Abnehmen und gezielte Beckenbodengymnastik lindern.

Denn Übergewicht erhöhe den Druck im Bauchraum und schwäche auf Dauer die Muskulatur und den Bandapparat des Beckenbodens, erklärt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.

Intakte Beckenbodenmuskeln seien aber nötig, um Druck auf die Harnröhre auszuüben. Ist dieser zu schwach, könne bei Belastungen wie Husten, Niesen oder dem Tragen von Lasten unwillkürlich Urin austreten. Alternativ zur Gymnastik können Frauen ihre Beckenbodenmuskeln auch durch das Tragen von Vaginalkegeln stärken.

Um die Muskeln nicht auf Dauer zu schwächen, sollten Mädchen und Frauen außerdem darauf achten, möglichst wenig Druck auf den Beckenboden auszuüben. Die Ärzte empfehlen, keine schweren Lasten zu tragen - vor allem in den drei Monaten nach einer Geburt. Vor jeder Belastung sollte der Beckenboden angespannt werden. Entlasten lasse sich dieser auch durch ein Körpertraining, das die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur kräftigt - zum Beispiel Schwimmen oder Gymnastik.
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