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Abbau der Muskelmasse im Alter: Sarkopenie wird oft übersehen

Von: dpa
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Wiesbaden. Der Abbau der Muskelmasse im Alter bleibt bei vielen Menschen unbemerkt. Bis zum 80. Lebensjahr gingen etwa 30 Prozent der Muskelmasse verloren, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Stuttgart.

Da die meisten Tätigkeiten im Alltag aber nicht viel Kraft benötigten, falle das kaum auf. Die sogenannte Sarkopenie werde häufig erst erkannt, wenn es zu einem schweren Sturz komme.

Ob eine Sarkopenie vorliegt, lasse sich bei älteren Menschen anhand des Wadenumfangs messen. Beträgt er weniger als 31 Zentimeter, könne das auf eine Muskelschwäche hinweisen, erklärt die DGIM. Ob außerdem die Beweglichkeit beeinträchtigt ist, prüfe der Arzt über einen Test: Er misst, wie lange ein Patient benötigt, um von seinem Stuhl aufzustehen, drei Meter nach vorne und zurück zu gehen und sich wieder zu setzen. Dauert das 14 Sekunden oder länger, sei die Gangsicherheit eingeschränkt. Ab 20 Sekunden könne von einer verminderten Mobilität gesprochen werden. All diese Faktoren tragen zu einem erhöhten Sturzrisiko bei.

Muskelkraft und Beweglichkeit lassen sich den Ärzten zufolge auch im Alter steigern. Ältere Menschen sollten sich fünfmal pro Woche eine halbe Stunde körperlich betätigen, etwa bei der Garten- oder Hausarbeit. Häufiges Treppensteigen, Nordic Walking, Gymnastik oder ein ausgedehnter Spaziergang stärkten ebenfalls die Muskeln. Außerdem sei eine gesunde Ernährung wichtig. Muskeln benötigten Eiweiß, und für die Muskelfunktion spiele Vitamin D eine wichtige Rolle.

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