57.000 Infektionen mit Krankenhauskeimen

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Düsseldorf. Rund 57.000 Krankenhauspatienten haben sich im vergangenen Jahr in NRW nach Berechnungen der Techniker Krankenkasse (TK) mit gefährlichen Krankenhauskeimen infiziert.

Die Zahl der stationären Behandlungen wegen der gegen zahlreiche Antibiotika resistenten Erreger sei zwischen 2007 und 2009 um 61 Prozent gestiegen, teilte die Krankenkasse am Freitag in Düsseldorf mit. Die Keime können Hautinfektionen, lebensgefährliche Entzündungen des Herzens, Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen auslösen. Als Hauptursache für die Ausbreitung der Keime gilt der massive Einsatz von Antibiotika in Krankenhäusern, Arztpraxen und der landwirtschaftlichen Tiermast.

Insgesamt liege das Infektionsrisiko in deutschen Kliniken im Durchschnitt bei 3 bis 5 Prozent, auf Intensivstationen sogar bei 15 Prozent, hieß es weiter. Gefährliche Bakterienstämme wie etwa das MRSA-Bakterium lösten jährlich bundesweit etwa 140.000 Wundinfektionen nach Operationen, 30.000 Lungenentzündungen und 10.000 Blutvergiftungen aus.

Wichtigste Gegenmaßnahme ist nach Angaben der TK eine konsequente Händedesinfektion in Krankenhäusern. Lediglich in 30 bis 40 Prozent aller Fälle, bei denen eine Händedesinfektion angezeigt sei, werde diese auch durchgeführt. Weil die MRSA-Bakterienstämme gegen mehrere wichtige Antibiotika resistent sind, sind sie nur schwer in den Griff zu bekommen. Zumeist müssen erst langwierig mehrere Antibiotika ausprobiert werden.

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