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14 Meter „Blindflug“ nach Niesattacke

Von: amv
Letzte Aktualisierung:

München. Heuschnupfen-geplagte Autofahrer sollten derzeit besonders vorsichtig sein. „Eine Niesattacke am Steuer führt schon bei Tempo 50 zu einem fast 14 Meter langen Blindflug“, warnt Katrin Müllenbach-Schlimme vom ADAC in München. Andererseits, auch Medikamente gegen Heuschnupfen könnten die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Generell ratsam ist es, sich vorab beim seinem Arzt oder Apotheker zu informieren. Kommt es trotz aller Vorsorge zu heftigen Niesattacken, sollte der Fahrer bis zum Abklingen des allergischen Anfalls möglichst am Straßenrand anhalten. „Bei ausgeprägten Beschwerden ist es sogar besser, ganz auf das Auto zu verzichten“, legt Katrin Müllenbach-Schlimme allergie-geplagten Autofahrern ans Herz. Geschehe ein Unfall durch Erkrankung oder unter Einwirkung von Medikamenten, könne dies juristische Konsequenzen haben und zum Verlust des Versicherungsschutzes oder gar des Führerscheins führen.

Arzneien gegen Allergien, so genannte Antihistaminika, sollten abends eingenommen werden, damit sie tags darauf weniger müde machen, empfiehlt die ADAC-Fachfrau. Zwar sei die Verträglichkeit von neueren Präparaten deutlich besser, dennoch könnten auch diese Medikamente die Fahrtüchtigkeit einschränken. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn zusätzlich andere Mittel eingenommen werden. Wechselwirkungen können zu akuter Unsicherheit beim Fahren führen.

Unterwegs sollten nach Empfehlung des Autoclubs, Fenster und Schiebedach geschlossen bleiben. Pollenfilter sollten jährlich oder nach spätestens 15.000 Kilometern gewechselt werden. Das Tragen einer Sonnenbrille schont zudem gereizte Augen bei Sonnenlicht. Und in besonders belasteten Gebieten kann kurzzeitig auch die Umluftschaltung des Lüftungssystems sinnvoll sein, da in dieser Zeit keine Außenluft angesaugt wird.

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