Zweiter Arbeitsraum nur in Ausnahmefällen unbegrenzt absetzbar

Von: dapd
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München. Wer neben dem häuslichen Arbeitszimmer einen weiteren Raum beruflich oder betrieblich nutzt, kann die Kosten dafür unter Umständen voll absetzen.

Damit unterliegt er nicht den Abzugsbeschränkungen für das häusliche Arbeitszimmer. Entscheidend ist dabei, ob der weitere Raum mit dem Arbeitszimmer eine funktionale Einheit bildet. Dann sind die Kosten nicht unbegrenzt absetzbar.

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs bildet etwa ein Besprechungsraum im Obergeschoss eines Hauses mit dem Arbeitszimmer im Keller eine funktionale Einheit.

Damit gilt die Abzugsbeschränkung, und es können insgesamt nur 1.250 Euro geltend gemacht werden. Anders entscheiden die Gerichte nur dann, wenn die Räume atypisch für ein Arbeitszimmer sind - etwa bei einem Tonstudio oder Lagerraum. Hier wären die Kosten für den zweiten Raum unbegrenzt absetzbar.
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