Welche Vorteile sie Sparern bieten

Von: Brigitte Watermann
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Aachen. Immer mehr Kunden entscheiden sich für eine Direktbank. Die ING-Diba hat beispielweise mittlerweile knapp acht Millionen. Was können sie Sparern bieten?

Zuletzt hat der Wachstumskurs der Direktbanken zwar an Dynamik verloren. Trotzdem werden die Direktbanken zusammengenommen wohl in zwei Jahren knapp 18 Millionen Kunden haben. Das prognostiziert die auf den Finanzmarkt spezialisierte Unternehmensberatung Investors Marketing. Vor etwa zwei Jahren hatte die Unternehmensberatung noch eine Millionen Kunden mehr vorausgesagt.

Die ING-Diba konnte in den vergangenen Jahren die meisten Neukunden für sich gewinnen und hat mittlerweile knapp acht Millionen. Die Comdirect auf Rang zwei zählt rund drei Millionen Kunden, gefolgt von der DKB mit 2,5 Millionen Kunden.

Niedrigzinsphase drückt aufs Anlagegeschäft

Die Institute kämpfen mit den niedrigen Zinssätzen, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Finanzkrise immer weiter nach unten korrigiert wurden. Mit ihrem klassischen Anlageprodukt -; gut verzinsten Tagesgeldkonten -; können sie sich nur schwer am Markt behaupten. Viele Direktbanken haben in der letzten Zeit Zinsen für Bestandskunden merklich gesenkt, sagt Oliver Mihm an, CEO von Investors Marketing.

Top-Anbieter unter den Direktbanken zahlen momentan zwischen 1,4 und 1,5 Prozent Zinsen, zum Beispiel die Renault Bank, die Rabo direct, Moneyou oder ING-Diba. Dieser Zinssatz gilt bei einigen jedoch nur für Neukunden. Laut dem biallo-Tagesgeldindex liegt der durchschnittliche Zinssatz für Tagesgeld lediglich bei 0,61 Prozent.

Obwohl Kunden, die sich um Ihre Geldanlage selbst kümmern wollen, bei Direktbanken gut aufgehoben sind, da sie Sparern etliche Vorteile bieten:

1.Direktbanken bieten in der Regel bessere Konditionen bei Einlagen, aber auch bei Krediten.

2.Häufig werden keine Kontoführungsgebühren für ein Girokonto verlangt.

3.Kunden können in der Eurozone oder auch weltweit kostenlos Geld abheben.

4.Direktbanken verlangen selten Depotgebühren. Bei Filialbanken ist dies hingegen oft der Fall. Zudem sind die Wertpapierspesen meist um einiges günstiger.

5.Direktbanken bieten mehr Produkte an. Beispielsweise bieten Filialbanken börsengehandelte Indexfonds (ETFs) oftmals nur widerwillig an.

6.Ein breites Angebot an Sparplänen, etwa auf ETFs, Einzelaktien, aktiv gemanagte Fonds oder auch Rohstoffe.

7.Sparer müssen aber auch bei Direktbanken nicht auf eine Anlageberatung verzichten. Institute wie Comdirect oder Cortal Consors bieten dies an.

8.Kunden können bei vielen Anbietern ihre Konten bequem vom heimischen PC oder vom Smartphone aus führen.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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