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Warum ein Telekom-Anschluss oft besser ist

Von: Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Mit Call-by-Call lässt sich kräftig sparen. Allerdings ist es nur bei der Deutschen Telekom möglich. Bei anderen Anbietern drohen dagegen hohe Gebührenfallen. Die Klagen häufen sich.

Angelockt durch niedrige monatliche Grundgebühren der Komplettpakete für Telefon und Internet sind viele Telefonkunden mit ihrem Anschluss zu Anbietern wie 1&1, Vodafone, O2 oder auch Kabel Deutschland und Unitymedia gewechselt. Je nach Produkt ließen sich so zwischen fünf und zehn Euro im Monat einsparen.

Der Schock kam für viele dann auf den folgenden Rechnungen. Das scheinbare Grundgebühr-Schnäppchen entpuppte sich plötzlich als heimliche Gebührenfalle, da man nach einem Wechsel bei allen Telefonaten von der Tarifpolitik der neuen Anbieter abhängig ist.

Die beliebte Sparmethode Call-by-Call funktioniert hier nicht mehr. Die oft mit angebotene und gebuchte Telefonpauschale gilt jedoch nur für normale Inlandsverbindungen im Festnetz. Alle anderen Anrufe zu einem Handy oder ins Ausland werden extra berechnet und das zum Teil mit saftigen Preisen.

Beispiel 1: Ein Zehn-Minuten-Telefonat zum deutschen Handy kostet aktuell:

Deutsche Telekom über Call-by-Call: 19 bis 20 Cent

1&1: 1,99 Euro

Vodafone: 1,90 bis 2,22 Euro je nach Netz

O2: 2,22 Euro

Kabel Deutschland: 1,99 Euro

Unitymedia: 1,89 Euro

Allein bei zehn Minuten aus dem Festnetz in ein deutsches Mobilfunknetz zahlt man hier - je nach alternativem Anbieter - gegenüber der Call-by-Call-Methode bis zu zwei Euro mehr.

Beispiel 2: Ein Zehn-Minuten-Telefonat nach Thailand kostet aktuell:

Deutsche Telekom über Call-by-Call: im Durchschnitt 10 bis 15 Cent

1&1: 9,90 Euro

Vodafone: 15,00 Euro

O2: 12,99 Euro

Kabel Deutschland: 14,90 Euro

Unitymedia: 11,90 Euro

Allein bei zehn Minuten aus dem deutschen Festnetz ins thailändische Festnetz kann man hier - je nach alternativem Anbieter - gegenüber der Call-by-Call-Methode fast bis zu 15 Euro (!) mehr bezahlen. Telefoniert man in ein ausländisches Mobilfunknetz, so kommen bei den meisten Anbietern noch weitere Zuschläge von bis zu 25 Cent pro Minute extra hinzu. Vor allem Anrufe auf andere Erdteile werden hier schnell zu extremen Gebührenfressern. Wer oft ins ferne Ausland telefonieren will, beispielsweise weil dort das Kind einen längeren Ausbildungsaufenthalt hat, kann hier regelrechte Rechnungsschocks erleben.

Zwar bieten einige Anbieter auch bestimmte Auslandspauschalen für eine begrenzte Länderanzahl an, beispielsweise 1&1 für jeweils 9,99 Euro oder Unitymedia für 15 Euro im Monat. Aber durch diese regelmäßigen Mehrkosten hat man auch plötzlich höhere Grundgebühren als bei der Deutschen Telekom, der Wechsel lohnt sich also nicht wirklich.

Grundgebühr-Vergleich beim Telefon/DSL-Anschluss

Tipp: Wer einen Wechsel von der Deutschen Telekom weg zu einem alternativen Anbieter plant, sollte zuerst seine alten Telefonrechnungen und gleichzeitig die jeweiligen Tariflisten der möglichen neuen Anbieter genau überprüfen, ob es sich für ihn wirklich lohnt. Wer bereits bei einem alternativen Anbieter ist, sollte aufgrund seiner Telefonrechnung checken, ob eine Rückkehr zur Deutschen Telekom nicht auf Dauer günstiger kommen würde.

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