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Warum beim Sparen das eigene Heim eine wichtige Rolle spielt

Von: Oliver Mest, ddp
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Berlin. Geldanlagen sind oft nicht mehr sicher, die Börse liefert keine zuverlässigen Renditen und der Staat greift mit der Abgeltungsteuer immer tiefer in den Spartopf der Anleger - da erlebt das Eigenheim eine Renaissance als sichere Geldanlage ohne Steuerpflicht.

Die Nutzung der eigenen Immobilie ist tatsächlich steuerfrei und wird auch nicht mit anderen Lasten wie zum Beispiel Krankenversicherungsbeiträgen belegt. Allerdings sind die eigenen vier Wände auch nur dann eine solide Geldanlage, wenn man die folgenden Regeln beachtet.

So sollte die Immobilie möglichst schnell schuldenfrei sein. Dabei hilft eine hohe Tilgungsrate. Beim derzeitigen Zinssatz von 4,5 Prozent und 1 Prozent Tilgung brauchen Anleger 38 Jahre, bis die Immobilie schuldenfrei ist. Bei 2 Prozent Tilgung sind es nur 26 Jahre und bei 3 Prozent Tilgung sogar nur 20 Jahre. Im Auge behalten muss dabei auch, dass sich der Zinssatz nach Ablauf der ersten Zinsbindung erhöhen kann.

Die zweite Regel lautet: Die Krankenversicherung für die Immobilie nicht vergessen. Jeder Eigenheimbesitzer sollte in der Lage sein, kleinere und größere Schäden finanziell schultern zu können, indem er konsequent jeden Monat Geld für Reparaturen zurücklegt. Als Faustregel gilt dabei: Pro Jahr sollte ein Prozent des Kaufpreises zurückgelegt werden, damit man gegen alle Eventualitäten abgesichert ist. Dann wird man vor allem im Alter keine bösen Überraschungen erleben, weil man sich im Laufe der Jahre mit Sicherheit ein dickes Polster aufgebaut hat.

Die Regel Nummer 3 setzt einiges an Weitsicht voraus: Denn damit das Haus auch im Alter wirklich nutzbar ist und aus der Geldanlage eine Zusatzrente werden kann, muss man es natürlich uneingeschränkt nutzen können. Das aber heißt, dass man heute bereits die Anforderungen von morgen mit einplanen sollte. So sollte das Haus zum Beispiel möglichst barrierefrei sein oder es sollte mit geringem Aufwand möglich sein, Barrieren zu beseitigen.

Im Alter wird man ein solches „Haus ohne Hindernisse” zu schätzen wissen. Sinnvoll kann es auch sein, eine Einliegerwohnung mit einzuplanen. Damit besteht später die Möglichkeit, ein zu großes Haus zum Teil zu vermieten und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Immobilie hat dann eine altersgerechte Größe und man hat gleichzeitig noch ein Zusatzeinkommen durch die Miete.

Die Lage der Immobilie ist alles entscheidend - auch für Selbstnutzer. Die Lage ist nicht nur für das eigene Wohlbefinden und die Wertentwicklung wichtig. Sie kann entscheidend sein, wenn man zum Beispiel wegen eines neuen Jobs umziehen muss. Ist der Wohnort dann so interessant, dass auch potenzielle Mieter dort gerne wohnen würden?

Und morgen ist die Lage aus ganz anderen Gründen entscheidend: Ist die Immobilie altersgerecht gelegen, sodass sie mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln gut zu erreichen ist, wenn man einmal nicht mehr mobil sein kann? Wer neben den drei anderen auch diese Regel beherzigt, hat mit der Immobilie als sicherer Geldanlage eine gute Wahl getroffen.
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