Verschweigen von Blutwerten rechtfertigt nicht immer Kündigung

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Köln. Wer bei Abschluss eines Krankenversicherungsvertrages von der Norm abweichende Blutwerte verschweigt, muss nicht damit rechnen, dass die Versicherung den Vertrag kündigen kann.

Das gilt nach einer Entscheidung des Landgerichts Köln (AZ: 23 O 154/09) zumindest dann, wenn die Blutwerte keine Behandlung nach sich zogen. In dem Fall hatte ein Mann hatte im Antrag einige Vorerkrankungen angegeben, dabei aber verschwiegen, dass bei ihm einige Jahre erhöhte Blutzucker- und Cholesterinwerte gemessen wurden waren.

Nachdem die Versicherung vom Vertrag zurückgetreten war, wies der Mann darauf hin, dass er wegen der erhöhten Blutwerte nicht behandelt worden war. Außerdem habe sein Arzt ihm versichert, dass die Werte noch im normalen Bereich lägen.

Die Richter bestätigten ihn in seiner Einschätzung. Er sei unstreitig nicht behandelt worden, und ihm sei auch nicht nachgewiesen worden, dass er wegen der erhöhten Blutzuckerwerte gesundheitlich beeinträchtigt war. Damit sei dem Mann allenfalls leicht Fahrlässigkeit vorzuwerfen, so dass der Rücktritt vom Vertrag nicht gerechtfertigt gewesen sei.
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