Steuerfalle bei Dacherneuerung

Von: dapd
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Wer als Steuerzahler bei einer vermieteten Immobilie das Dach sanieren lässt, kann die Kosten dafür steuerlich als Erhaltungsaufwand direkt absetzen oder auf Wunsch auf bis zu fünf Jahre verteilen. Foto: dpa

Hemsbach. Wer als Steuerzahler bei einer vermieteten Immobilie das Dach sanieren lässt, kann die Kosten dafür steuerlich als Erhaltungsaufwand direkt absetzen oder auf Wunsch auf bis zu fünf Jahre verteilen.

Das Internetportal steuerrat24.de weist jedoch darauf hin, dass die Kosten nur über die Nutzungsdauer des Gebäudes abgeschrieben werden können, wenn durch die Sanierung neue Wohn- oder Nutzfläche geschaffen wird. Für den Steuerzahler heißt das: Die Kosten können dann nur auf dem Wege der regulären Abschreibung für das Gebäude geltend gemacht werden und werden so über bis zu 50 Jahre verteilt.

Das Hessische Finanzgericht (AZ: 3 K 3807/04) hat diese Vorgehensweise der Finanzverwaltung jetzt noch einmal bestätigt. In dem Fall war bei einer Sanierung durch eine neue Dachform ein zusätzlicher Nutzraum von 60 Quadratmetern entstanden, der für den Steuerzahler teuer wurde. Er kann die Kosten jetzt nicht direkt absetzen, sondern muss sie über die Nutzungsdauer des Gebäudes abschreiben.
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