Spinne in Tiefgarage gehört zum Lebensrisiko

Letzte Aktualisierung:

Karlsruhe. War die Frau zu schreckhaft oder die Garage zu schmutzig? Aus Angst vor einer Spinne ist eine Frau in einer Tiefgarage gestürzt. Vor Gericht scheiterte sie nun mit ihrem Versuch, für den Unfall den Hausmeisterservice verantwortlich zu machen.

Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe lehnte nach Angaben vom Dienstag die Berufung der Frau gegen ein entsprechendes Urteil des Mannheimer Landgerichts ab. Der Vorfall gehöre zum „allgemeinen Lebensrisiko”, hieß es in der Begründung.

Die Klägerin hatte vor dem Einsteigen in ihr Auto das Gleichgewicht verloren, als sie eine „fette, schwarze Spinne” direkt über ihrem Kopf gesehen hatte. Sie zog sich Beckenprellungen sowie einen komplizierten Bruch zu und verlangte mindestens 6.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz.

Es habe nicht bewiesen werden können, dass eine schlechte Reinigung die Ursache für den Sturz sei, begründete das Gericht seine Entscheidung vom 24. Juni weiter. Der Hausmeisterservice war laut Vertrag zwar auch zum monatlichen Reinigen und Entfernen von Spinnweben verpflichtet.

Wann auch immer aber eine Garage gereinigt werde - es könne nicht sichergestellt werden, dass „am Tag des Unfalls keine Spinne mehr dagewesen wäre” - auch nicht durch regelmäßiges Putzen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert