Spenden ins EU-Ausland sind jetzt steuerlich absetzbar

Von: ddp.djn
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Berlin. Bisher können deutsche Steuerzahler Spenden nur dann absetzen, wenn der Spendenempfänger in Deutschland sitzt. Dem Europäischen Gerichtshof (AZ dort: C-318/07) war das ein Dorn im Auge.

Er war der Meinung, dass die Beschränkung der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden an inländische Empfänger gegen den Grundsatz der Kapitalverkehrsfreiheit verstoße und damit rechtswidrig ist.

Der Bundesfinanzhof (AZ: X R 46/05) hat als Reaktion darauf festgestellt, dass auch Spenden an gemeinnützige Einrichtungen, die im EU-/EWR-Ausland ansässig sind, in Deutschland steuerlich abgesetzt werden dürfen. Darauf weist steuerrat24 hin. In einem Fall ging es um Sachspenden eines deutschen Sponsors in Höhe von 18.000 Euro an ein Senioren- und Kinderheim in Portugal, die steuerlich anerkannt wurden.

Die Bundesregierung hat nun nachgezogen und mit dem sogenannten „EU-Vorgaben-Umsetzungsgesetz” geregelt, dass Spenden und Mitgliedsbeiträge ebenfalls an gemeinnützige Organisationen und öffentliche Dienststellen im EU-/EWR-Ausland als Sonderausgaben absetzbar sind.

Die Neuregelung gilt laut steuerrat24 in allen noch offenen Steuerfällen. Voraussetzung für die Anerkennung ist jedoch, dass Belege und Bescheinigungen vorgelegt werden, um beim deutschen Finanzamt die Spende und die Gemeinnützigkeit des Empfängers nachzuweisen. Außerdem muss die Gemeinnützigkeit ermittelbar sein und der Steuerzahler muss vorhandene Belege auf Anforderung vorlegen.
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