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So wird der Nachwuchs gegen Invalidität abgesichert

Von: Oliver Mest . dapd
Letzte Aktualisierung:

Elmshorn. Niemand mag sich vorstellen, dass es dem eigenen Nachwuchs passieren kann: Aber Kinderinvalidität ist eine reale Gefahr. Es passiert immer wieder, dass Kinder durch einen Unfall oder eine Krankheit lebenslang hilfsbedürftig sind. Zumindest finanziell sollten die Eltern auf diesen Fall vorbereitet sein - am besten mit einer Kinderinvaliditätsversicherung.

Diese gibt es zum einen als Police mit einer Einmalzahlung und als Versicherung, die im Ernstfall eine monatliche Rente zahlt. Im Idealfall kombinieren Eltern beide Modelle, da sie zum einen lebenslang finanzielle Sicherheit für den Nachwuchs haben, zum anderen aber auch bei Eintritt der Kinderinvalidität notwendige Anschaffungen aus der Einmalzahlung bezahlen können.

Der Vorteil der Einmalzahlung: Der Anbieter der Kinderinvaliditätsversicherung kann die einmal gezahlte Kapitalsumme nicht zurückfordern, wenn die Invalidität nicht dauerhaft ist. Das kann zum Beispiel bei Kindern der Fall sein, deren Diabetes durch Insulin eingestellt wird. Die Rente aus der Kinderinvaliditätsversicherung würde dann gestoppt, die Einmalzahlung aber nicht zurückgefordert.

In der Regel sehen die Versicherungsbedingungen vor, dass die vereinbarte Leistung bei Kinderinvalidität ab einem Grad der Behinderung von 50 Prozent gezahlt wird. Eine höhere Hürde ist nicht sinnvoll. Werden etwa die Leistungen daran gekoppelt, dass eine Pflegestufe vorliegen muss, wird die Versicherung in vielen Fällen nicht zahlen müssen, in denen die Eltern aber sehr wohl finanziell belastet sind.

Problematisch können Leistungsausschlüsse werden. Viele Krankheiten wie Neurosen, Psychosen oder Verhaltensstörungen werden vom Schutz der Kinderinvaliditätsversicherung oft nicht umfasst. Eltern sollten darauf achten, dass so wenige Krankheiten wie möglich ausgeschlossen sind. Viele Anbieter einer Kinderinvaliditätsversicherung bieten die Möglichkeit, auch schon Kinder zu versichern, die erst wenige Monate oder sogar nur wenige Wochen alt sind. Das ist sinnvoll, denn je jünger das Kind ist, umso weniger besteht das Risiko einer Vorerkrankung, die beim Abschluss der Kinderinvaliditätsversicherung angegeben werden müsste. Und das erweitert den Schutz. Denn sind Krankheiten erst einmal bekannt, fallen sie in aller Regel nicht mehr unter den Schutz der Kinderinvaliditätsversicherung.

Neben der klassischen Kinderinvaliditätsversicherung gibt es Policen, die den Risikoschutz mit einer Rentenversicherung für das Kind verbinden. Diese Policen bieten neben dem Schutz bei Kinderinvalidität die Möglichkeit, frühzeitig für das Alter vorzusorgen. Wenn das Familienbudget knapp ist, sollten solche Policen nicht gewählt werden, weil die zu zahlende Prämie deutlich höher ist als beim reinen Risikoschutz.

Oft wird die Absicherung aber von Großeltern getragen, die den Enkeln etwas Gutes tun wollen und einen größeren finanziellen Spielraum als die Eltern haben. Die Police hilft dann dabei, das Risiko abzusichern und zusätzlich Vermögen aufzubauen.
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