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So machen Sie Ihre Immobilie wetterfest

Von: Max Geißler
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Das Dach sollte richtig gedeckt sein – das gehört zu einer wetterfesten Immobilie. Foto: dpa

Aachen. Sturm, Kälte, Schnee - im Herbst und Winter muss das Eigenheim einiges aushalten. Bereiten Sie es rechtzeitig darauf vor.

Wie streng der kommende Winter wird, weiß niemand. Sicher ist aber: Mit einigen Vorbereitungen können Wohneigentümer das Risiko stark reduzieren, dass sie in der dunklen Jahreszeit unangenehme Überraschungen erwarten. Immobilienexperten empfehlen dazu einen Fünf-Punkte-Check:

1. Heizung warten

Heizungsanlagen müssen regelmäßig gewartet und auf äußere Schäden untersucht werden. Alarmzeichen sind feuchte Stellen an Rohren und Heizkörpern sowie starker Ölgeruch. Ist die Heizungssteuerung optimal eingestellt? Der Außentemperaturfühler darf nicht verunreinigst und die Heizkörper sollten entlüftet sein.

2. Dach prüfen

Bei Sturm und Schnee können sich leicht Dachziegel und Befestigungen lockern. Dann kann Feuchtigkeit ins Haus eindringen. Folge können Schäden durch Wasser, Fäulnis und Schimmel sein. Defekte Dachziegel und wackelige Dachbleche sind Alarmzeichen und erfordern eine sofortige Reparatur, sagt Eva Grunwald, Immobilienexpertin von der Deutschen Bank. Dachrinnen sollten von Herbstlaub befreit und Jalousien und Markisen gegen Stürme gesichert werden.

3. Türen und Fenster abdichten

Schließen Türen und Fenster nicht richtig, wird es zugig. Das kann die Heizkosten kräftig nach oben treiben. Deshalb sollte man Scharniere, Dichtungslippen aus Gummi und Fensterrahmen prüfen. Tauschen Sie im Zweifelsfall Dichtungen aus und reparieren Sie wackelige Scharniere.

4. Frostschäden vorbeugen

Besonders an Wasserbecken und Leitungen entstehen leicht Frostschäden. Entleeren Sie deshalb Außenbecken und stellen Sie den Wasserzufluss ab. Empfindliche Bauteile sollten ausgebaut oder winterfast verpackt werden. Ventile und Wasserhähne offen lassen.

5. Richtig beleuchten

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Im Dunkeln findet sich so manche Stolperfalle auf dem Grundstück. Prüfen Sie, ob die Beleuchtung im Außenbereich und am Eingang funktionstüchtig und ausreichend ist. Besonders Vermieter sollten hierauf achten, denn sie haften, wenn Mieter oder Besucher stürzen.

Modernisierungsdarlehen und Co.

Sind größere Reparaturen am Dach nötig oder ist der Austausch der Heizungsanlage längst überfällig, benötigen viele Wohneigentümer zusätzliche finanzielle Mittel. Am besten legen sie frühzeitig Geld beiseite -; beispielsweise mit einem Bausparvertrag. Je nach Einkommen profitieren Bausparer von staatlicher Unterstützung in Form der Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage.

Wer nichts angespart hat, kann bei kleineren Summen auf einen Abrufkredit und für größere Maßnahmen auf Modernisierungskredite zurückgreifen. Viele Geschäftsbanken und Versicherungen bieten Modernisierungsdarlehen ab zwei Prozent Sollzins an, zum Beispiel Huk Coburg, Allianz Versicherung und SKG Bank. Energetische Sanierungen oder bauliche Modernisierungen können auch mit Hilfe von öffentlich geförderten KfW-Darlehen finanziert werden.

Finanzamt an Kosten beteiligen

Wer einen Handwerker für den Wintercheck benötigt, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen. Bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten sind steuerlich absetzbar - von maximal 6000 Euro. Es zählen allerdings nur Lohn- und keine Sachkosten. Deshalb müssen Lohn und Material auf der Rechnung getrennt ausgewiesen werden. Wichtig: Zahlen Sie nicht bar. Das Finanzamt kann verlangen, dass Sie mit einem Kontoauszug nachweisen, dass Sie das Geld tatsächlich gezahlt haben. Eine Quittung ist nicht ausreichend.

 

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