So bleibt mir mehr vom Azubi-Gehalt übrig

Von: Thomas Brummer
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Aachen. Welche Ausbildungsstelle darf es sein? Fachkraft für Speiseeis, Orgelbauer oder Böttcher? Das sind nur einige Exoten unter den Berufsausbildungen. Worauf Azubis achten sollten.

Der Ausbildungsberuf des Speiseeisfachverkäufers scheint nicht hoch im Kurs zu stehen, zumindest nach Meinung von Felix Rauner. Er ist Bildungsforscher und Professor an der Universität Bremen. Die Erfindung von Berufen wie Speiseeisverkäufer beschädigt das Image, beschwert sich Rauner in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Vielleicht sind aber Ihre Sprösslinge eher musikalisch und haben handwerkliches Geschick, dann könnte der Beruf des Orgelbauers eine Möglichkeit sein. Im wahrsten Sinne des Wortes Einzigartig ist Ihr Kind, wenn es den traditionellen Beruf des Böttchers erlernt. Denn laut Prozubi.de gibt es für diesen Lehrberuf in ganz Deutschland genau einen Ausbildungsplatz.

Ohnehin dürfte es den meisten Eltern lieb und recht sein, wenn ihre Kinder einen herkömmlichen Lehrberuf wählen. Die Auswahl ist groß: Das Bundesinstitut für Berufsausbildung (BiBB) beziffert die in Deutschland anerkannten dualen Ausbildungsberufe auf 328. Den Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden praxisnahe, arbeitsmarktrelevante Qualifikationen vermittelt, die die Wirtschaft nachfragt und die attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen", sagt Reinhold Weiß, stellvertretender Präsident des BiBB. Das belege unter anderem die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland.

Welche Ausbildung passt zu mir?

Ganz egal, wofür sich Schulabsolventen entscheiden, es gilt einige Aspekte zu beachten. In jedem Fall sollten Heranwachsende ihre Ausbildungsstelle nach ihren Interessen, Neigungen und Perspektiven wählen. Hierzu können die Berufsinformationszentren der Arbeitsämter unterstützend zur Seite stehen. Unter dem Namen Beruf Aktuell gibt die Bundesagentur für Arbeit eine Informationsbroschüre heraus, in der sämtliche Ausbildungsberufe erläutert werden. In aller Regel erstrecken sich Berufsausbildungen über zwei bis dreieinhalb Jahre. Die Dauer aber auch andere wesentlichen Bestandteile wie die Vergütung oder Urlaubsansprüche sind im Ausbildungsvertrag fixiert.

So springt für Azubis mehr Geld heraus

Vielfach fällt es Azubis schwer, mit ihrem Geld hauszuhalten. Kein Wunder, gibt es doch in einigen Lehrberufen nur wenige hundert Euro im Monat. Mit einigen Kniffen haben Lehrlinge etwas mehr Geld in der Tasche. So sollten sie unbedingt darauf achten, dass ihr Girokonto kostenfrei ist. Das ist bei vielen Online-Banken ohnehin der Fall. Hier bieten sich etwa die Deutsche Kreditbank (DKB)m die ING-Diba, aber auch die Santander Bank an, die sogar über 150 Geschäftsstellen verfügt. Selbst einige Filialbanken bieten Azubis kostenfreie Girokonten an. Fragen Sie bei Ihrer Hausbank nach.

Lehrlinge, die am Monatsende noch Geld übrig haben, nicht aber auf Flexibilität verzichten möchten, sollten ein Tagesgeld eröffnen. Ihre Ausbildungsvergütung wird dann verzinst, dennoch können sie - wann immer sie möchten - auf das Ersparte zurückgreifen. Bei der Volkswagen- und Audi-Bank gibt es hierfür derzeit 1,4 Prozent -; vier Monate garantiert. Der Online-Ableger der Frankfurter Sparkasse, die 1822 direkt, gewährt 1,3 Prozent Zinsen.

Auszubildende, deren Betriebe vermögenswirksame Leistungen zahlen, können sich glücklich schätzen. Die Förderung können sie beispielsweise für einen Banksparplan nutzen.

Tipp:

Wer noch immer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, kann auf Last-Minute-Börsen wie auf Azubiyo.de noch auf die Schnelle fündig werden.

Möchten Sie ein günstigeres Girokonto? Vergleichen Sie attraktive Online- und Filial-Angebote.

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