Sechs wichtige Fakten zur Rürup-Rente

Von: dapd
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Berlin.</b> Wer sich für eine Rürup-Rente interessiert, sollte sich umfassend über das Modell und die Angebote informieren. Denn nicht für jeden Sparer ist diese zusätzliche Basisabsicherung als private Altersvorsorge geeignet.

Das wichtigsten Fragen sollten Interessenten deshalb in einer persönlichen Beratung klären.

So wird die Rürup-Rente etwa als Leibrente ausgezahlt. Das bedeutet, dass das angesparte Vermögen nicht kapitalisiert und ausgezahlt werden darf. Die Rürup-Rente kann immer nur als lebenslange Rente vorgesehen sein, wobei Leibrente bedeutet, dass die Zahlung mit dem Tod des Versicherten endet. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn eine Hinterbliebenenrente vereinbart wurde.

Die Beiträge für die Rürup-Rente sind zusammen mit anderen Altersvorsorgeaufwendungen bis zu 20.000 Euro für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete steuerlich absetzbar. Zu 100 Prozent gilt das jedoch erst ab dem Jahr 2025 - bis dahin steigen die Sätze jährlich. 2012 liegt der Satz bei 74 Prozent, 2015 erhöht er sich auf 80, 2020 auf 90 Prozent und 2025 schließlich auf 100 Prozent.

Die Rürup-Rente wird vor allem wegen ihrer Steuervorteile abgeschlossen. Aber die Vorteile in der Ansparphase führen zu einer Steuerbelastung im Alter. Für die Besteuerung zugrunde gelegt wird dafür im ersten Jahr des Rentenbezugs zunächst der sogenannte Besteuerungsanteil. 2012 liegt dieser bei 64 Prozent, bis 2020 steigt er für jeden Rentnerjahrgang um zwei Prozentpunkte, zwischen 2020 und 2040 klettert er dann jährlich noch um einen Prozentpunkt.

Ab dem zweiten Jahr gilt dann ein sogenannter persönlicher Rentenfreibetrag. Der errechnet sich aus der Differenz zwischen der Rente und dem Besteuerungsanteil im ersten Jahr des Rentenbezugs und wird für das ganze Leben festgeschrieben.

Um mit der Rürup-Rente auch für die Familie vorzusorgen, gibt es die Möglichkeit, den Vertrag mit einer Rentengarantiezeit zu versehen. Das bedeutet, dass die Rente vom Beginn der Auszahlung für den festgelegten Zeitraum auf jeden Fall gezahlt wird, selbst wenn der Sparer bereits verstorben ist. In diesem Fall kommen die Hinterbliebenen in den Genuss der Rente. Ist keine Garantiezeit vereinbart, fällt das Vermögen der Versicherungsgemeinschaft zu.

Die Rürup-Rente kann wie eine klassische Rentenversicherung mit regelmäßigen Überweisungen angespart werden. Alternativ gibt es aber auch die Möglichkeit, eine Einmalzahlung zu leisten, wenn durch eine Steuerrückzahlung oder eine Erbschaft eine größere Summe Geld zur Verfügung steht.

Die Rürup-Rente wird auch als Fondssparplan angeboten, so dass die Spargelder in renditestärkere Fonds fließen können.

Angespartes Rürup-Vermögen muss nicht angerechnet werden, wenn Arbeitslosengeld II bezogen wird. Das gilt auch im Fall einer Insolvenz. Auch dann ist das Vermögen vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt.
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