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Schutz beim Hobby: Haftpflichtversicherungen für Modellbauer

Von: ddp.djn
Letzte Aktualisierung:

Horst. Das ist wohl der Horror eines jeden Flugzeug-Modellbauers: Sein selbstgebasteltes Flugzeug stürzt unkontrolliert ab, verletzt einen Menschen schwer oder richtet immensen Sachschaden an. Private Haftpflichtversicherungen decken dieses Risiko vielfach nicht mehr ab.

In den meisten Fällen ist für den Betrieb eines Modellfliegers eine spezielle Modell-Halterhaftpflichtversicherung sogar zwingend vorgeschrieben - ohne darf es gar nicht in die Luft gehen.

Die Versicherungsbedingungen sind dabei so kompliziert formuliert, dass sie für Laien kaum noch durchdringbar sind. Mal kommt es auf das „Abfluggewicht” an, mal ist das Gesamtgewicht entscheidend und an anderer Stelle besteht privater Haftpflichtschutz nur dann, wenn sie nicht „versicherungspflichtig” sind - wobei im Einzelnen unklar ist, was darunter zu verstehen ist.

Eine Option auf der Suche nach der passenden Haftpflichtversicherung sind die Mitgliedschaften in den verschiedenen Verbänden. Der Deutsche Aero Club beispielsweise bietet über seine Landesverbände für Modellflieger eine Jahresmitgliedschaft an, die gleichzeitig auch eine Haftpflichtversicherung beinhaltet. Für einen Beitrag von 52 Euro beläuft sich die Deckungssumme auf bis zu einer Million Euro. Die Police ist zudem entsprechend dem eigenen Flugzeugtyp auch noch erweiterbar.

Auch der Deutsche Modellflieger Verband und die Deutsche Modellsport Organisation bieten ihren Mitgliedern Haftpflichtverträge an. Die Kosten hier liegen bei 36 bis 42 Euro im Jahr für den Grundschutz, der dann je nach Versicherungssumme und Flugzeugtyp erweiterbar ist.

Wichtig ist es, den Umfang des Versicherungsschutzes zu checken. Denn nicht alle Policen gelten weltweit. In manchen Verträgen sind bestimmte Länder ausgenommen, manche gelten nur europaweit. Dies ist ein Punkt, der unbedingt kontrolliert werden sollte, damit der Schutz individuell passt.

Eine andere Möglichkeit sind Informationsvereine wie der IVM (Informationsverein Modellbau) in Bobingen, der ebenfalls privaten Schutz bietet. 60 Euro Jahresgebühr werden für eine Deckungssumme von zwei Millionen Euro fällig. Darüber hinaus weisen die Bobinger auch gleich noch auf eine andere Schwachstelle hin: Auch Modellbauer, die mit einem Auto oder Schiff unterwegs sind, können nämlich eine Versicherung gebrauchen, wenn die private Haftpflicht nicht einspringt.

Ob das der Fall ist, sollte man vor der ersten Tour auf jeden Fall klären. Denn auch hier gilt, dass Sach- und Personenschäden schnell ein Ausmaß erreichen können, das existenzbedrohend sein kann.
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