Riester-Verträge: Turbo dank Zulage

Von: Fritz Himmel
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Der wichtigste Faktor für den Erfolg bei einem Riester-Vertrag sind die staatlichen Zulagen.

Aachen. Riestern ist längst keine Massenbewegung mehr, dank der Zulagen dennoch wertvoll. Wie der Vertrag richtig gehandhabt wird. Bei Riester-Verträgen sind die Deutschen inzwischen zurückhaltender geworden. So geht die Anzahl der bestehenden Verträge sogar zurück und viele Verbraucher lassen bestehende Policen ruhen.

Letzeres betrifft vor allem Abschlüsse, die sich für Vorsorgesparer aktuell nicht mehr lohnen.

Generell lässt sich aber feststellen, dass der wichtigste Faktor für den Erfolg bei einem Riester-Vertrag die staatlichen Zulagen sind. Um sie zu erhalten müssen Sparer mindestens vier Prozent des Bruttojahreseinkommens jährlich eingezahlen. In diese Berechnung fließen die Zulagen des Staates immer mit ein. Maximal dürfen 2.100 Euro eingezahlt werden.

Fiskus zahlt mit

Ein Rechenbeispiel für eine alleinerziehende Mutter mit dreijährigem Kind verdeutlicht, wie lukrativ Riester-Sparen sein kann: Die Mutter verdient 18.000 Euro pro Jahr und erhält für ihren Riester-Vertrag die Grundzulage von 154 Euro sowie 300 Euro Kinderzulage für ihren Sohn. Sie braucht daher nur 266 Euro aus der eigenen Tasche in den Riester-Vertrag einzuzahlen, um so inklusive der staatlichen Förderung von 434 Euro auf den notwendigen Betrag von 720 Euro zu kommen. Der Fiskus zahlt also in diesem Fall sogar doppelt so viel ein wie sie selbst. Für die Mutter ergibt sich so ein Sparbetrag von 22,17 Euro pro Monat.

Kein Geld verschenken

Laut Satisitk erhielten 2009 nur rund 50 Prozent der Riester-Soparer die vollen Grundzulage von 154 Euro. Jeder sechste davon hat sogar nur weniger als die Hälfte erhalten. Von insgesamt 13,25 Millionen Riester-Policen im Jahr 2009 verzichteten sogar knapp drei Millionen ganz auf die Zulage. Nur bei den Familien sehen die Zahlen anders aus.

Dabei haben Riester-Sparer die Möglichkeit einen Dauerzulagenantrag zu stellen. Das geht auch noch bis zu zwei Jahren rückwirkend. Bis Dezember 2013 haben also alle Riester-Sparer, die ihren Vertrag 2011 abgeschlossen und noch keinen Zulagenantrag gestellt haben, dafür Zeit. Falls sich etwas ändert, z.B. ein weiteres Kind dazukommt, kann das jederzeit nachgemeldet werden. In diesem Fall gibt es für das Neugeborene 300 Euro Zulage obendrauf. Oft bedeutet das, dass dann noch weniger Eigenkapital notwendig ist um die vollen Zulagen zu erhalten. Die Vier-Prozent-Regelung für die volle Förderung muss auch dann neu kalkiuliert werden, wenn sich das relevante Bruttogehalt geändert hat.

 

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