Horst - Riester-Fondssparen: Eine günstige Alternative?

Riester-Fondssparen: Eine günstige Alternative?

Von: Oliver Mest, ddp
Letzte Aktualisierung:

Horst. Die Riester-Rente konnte in den letzten Jahren dank einiger Verbesserungen durch den Gesetzgeber zunehmend Erfolge aufweisen.

Die meisten Versicherten schließen dabei eine private Rentenversicherung auf Riester-Basis ab, oder setzen auf eine fondsgebundene Rentenversicherung, die einen Teil der Einzahlungen in Fonds investiert.

Eine weitere Form, seine private Altersvorsorge mit Riester-Förderung zu nutzen, ist das Riester Fondssparen. Mithilfe eines Fondssparplans wird dabei jeden Monat eine bestimmte Summe eingezahlt und damit jeweils ein neuer Anteil am Investmentfonds erworben.

Ein großer Vorteil beim Riester-Fondssparplan liegt darin, dass die Kosten für den Abschluss wesentlich niedriger liegen als bei einer privaten Rentenversicherung oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung auf Riester-Basis.

Die einzigen Kostenpunkte, die beim Riester-Fondssparen anfallen, sind die Depotführungsgebühren und eventuelle Ausgabeaufschläge. Das ist deutlich weniger als bei anderen Riester-Produkten.

Beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung werden nämlich zum Teil Abschlussgebühren von bis zu acht Prozent fällig. Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung kann es zusätzlich auch noch zu Verwaltungsgebühren kommen, die die Rendite anfangs erheblich schmälern.

Wer im ersten Moment denkt, dass ein Riester-Fondssparplan auch mit einem gewissen Verlustrisiko verbunden ist, muss dennoch keine Angst haben. Denn die Gesellschaften, die das Riester-Fondssparen anbieten, müssen sowohl die eingezahlten Beträge, als auch die staatlichen Zulagen zum Ende der Laufzeit garantieren.

Im schlimmsten Fall hat man also nur eine Rendite aus den Zulagen erzielt, was bei einer so langen Laufzeit in der Regel allerdings sehr unwahrscheinlich ist, da die langfristige Rendite von Wertpapieren immer äußerst attraktiv war.

Im Vergleich zur privaten Rentenversicherung, die zwar einen Garantiezins von momentan 2,25 Prozent plus eventuelle Überschussanteile bieten kann, liegt der Riester-Fondssparplan aufgrund der wesentlich geringeren Kosten trotzdem recht gut. Zudem bewegt sich die Rendite im Regelfall sogar auf einem etwas höheren Niveau als bei der Rentenversicherung.

Das Riester-Fondssparen ist eine Art der privaten Altersvorsorge, die noch ein relativ geringes Angebot aufweist und erst langsam von den Anbietern ausgebaut wird. So lassen sich momentan zwar schon wesentlich mehr Anbieter finden, als noch vor einigen Jahren. Dennoch bleibt der Markt nach wie vor recht übersichtlich.

Ein entsprechender Riester Vergleich im Bereich Fondssparen ist jedoch trotzdem sehr wichtig, weil die einzelnen Fondsgesellschaften unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen und man diesbezüglich den Anbieter suchen sollte, der am besten mit den eigenen Wünschen und Vorstellungen in Einklang gebracht werden kann.

So gibt es zum Beispiel nicht wenige Fondsgesellschaften, die sehr sichere Investments eingehen, um zum Ende der Sparphase auch die staatlichen garantierten Leistungen in Höhe der eingezahlten Beiträge und der staatlichen Zulagen bieten können.

Riskantere Investments und eventuell damit verbundene Verluste muss nämlich die Fondsgesellschaft tragen, wenn sie sich über die gesamte Laufzeit nicht irgendwann wieder ausgleichen. Wer als Anleger jedoch gerne etwas mehr Risiko eingehen würde, um eine höhere Renditechance wahren zu können, sollte sich informieren, welche Fondsanbieter einen entsprechenden Riester Fondssparplan zur Verfügung stellen.

Baut man übrigens seine private Altersvorsorge mithilfe einer staatlichen Förderung auf Riester-Basis auf, kann man nicht nur von den Vorteilen der Zulagen und der steuerlichen Abzugsmöglichkeiten profitieren, sondern muss zukünftig auch keinerlei Abgeltungssteuer zahlen.

Als private Rente unterliegen auch Riester-Fondssparpläne der sogenannten nachgelagerten Besteuerung, sodass erst die Rentenzahlungen steuerpflichtig sind, die dann mit dem oftmals im Alter niedrigeren persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden.
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