Reiserücktrittsversicherung muss bei Rheumaschub zahlen

Von: dapd
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Dortmund. Die Reiserücktrittsversicherung muss die Urlaubskosten auch dann erstatten, wenn sich ein chronisches Leiden unerwartet verschlimmert.

Das hat jetzt das Landgericht Dortmund entschieden. Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline mitteilte, hatte eine rheumatisch vorbelastete Frau vor der Buchung einer Urlaubsreise extra bei ihrem Arzt nachgefragt, ob sie fit genug für den Urlaub sei.

Der hatte keine Bedenken und attestierte ihr die Reisefähigkeit. Kurz vor dem Abreisetermin trat dann aber doch ein heftiger, akuter Rheumaschub auf, der eine stationäre Behandlung erforderlich machte und alle Reisepläne platzen ließ.

Die Frau bat daraufhin die Rücktrittsversicherung ihrer goldenen Kreditkarte, mit der sie die Reise gebucht und bezahlt hatte, für die entstanden Kosten zur Kasse. Allerdings vergeblich. Laut den Vertragsbedingungen der Assekuranz würde nur eine im versicherten Zeitraum neu und plötzlich auftretende Erkrankung Versicherungsschutz genießen, während bereits bestehende und bekannte Vorerkrankungen davon ausgenommen seien. Dazu gehöre zweifellos das schon zuvor bekannte Rheumaleiden der Klientin.

Das Gericht teilte diese Auffassung nicht. Ein bestehendes Grundleiden wie Rheuma schließt demnach akute Zuspitzung nicht automatisch ein, so dass ein nicht vorausgesehener, nunmehr aber schwerwiegender Rheumaschub durchaus versichert sei.
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