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Regelmäßige Dividendenzahlung ist wichtig

Von: Max Geißler
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Aachen. Dividendenzahlungen steigern die Rendite von Aktien und Fonds. Welchen Anteil haben die Ausschüttungen am Kursextra? Und wie profitieren Anleger? Welchen Anteil Dividendenzahlungen an der Gesamtperformance von Aktien haben, zeigen Berechnungen.

So stieg der deutsche Leitindex Dax seit seinem Start Ende 1987 bis heute von 1.000 auf rund 7.600 Punkte. Fast die Hälfte davon, nämlich 3.400 Punkte, entfallen nach Expertenberechnungen auf Dividendenzahlungen. Rechnet man die Ausschüttungen heraus, würde der Dax aktuell nur bei etwa 4.200 Punkten rangieren.

Noch krasser ist das Bild in Amerika. Über einen Zeitraum von 200 Jahren erzielten die Papiere dort eine Durchschnittsrendite von 7,9 Prozent. Fünf Prozentpunkte davon resultierten aus Dividendenzahlungen, nur knapp drei Prozent fußten auf Kursgewinnen. Damit entfallen fast zwei Drittel der Performance auf Dividenden!

Regelmäßige Dividendenzahlung wichtig

Anleger sollten allerdings vor dem Einstieg prüfen, wie nachhaltig die Dividendenzahlungen in der Vergangenheit waren und ob künftig ebenfalls hohe Dividendenrenditen zu erwarten sind. Denn für die Qualität einer Aktie ist weniger die aktuelle Höhe der Ausschüttung, noch gelegentliche Spitzendividenden wichtig. Vielmehr kommt es auf die Regelmäßigkeit der Ausschüttungen an und darauf, dass die Dividendenrendite kontinuierlich wächst. Informationen über Dividendenzahlungen finden sich auf den Internetseiten der jeweiligen Unternehmen bzw. den Wertpapier-Portalen von Onlinebrokern und Direktbanken, so Thomas Bieler von der ING-Diba.

Gezielt Anteilsscheine mit einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite zu kaufen ist strategisch sinnvoll. Oft beginnen die Aktienkurse etliche Wochen vor der Dividendenzahlung zu steigen. Da in Deutschland im April die Hauptversammlungssaison beginnt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Erwerb deutscher Dividendenstars wie RWE, Eon, Deutsche Telekom oder Münchener Rück. Wer auf US-Aktien steht, der kann sich die sogenannte Dogs-of-the-Dow-Strategie zu eigen machen: Anleger kaufen am Anfang eines Jahres jeweils zu gleichen Teilen die zehn Aktien aus dem Dow-Jones-Index mit der höchsten Dividendenrendite. Nach zwölf Monaten wird die Auswahl überprüft und angepasst. Dies brachte in der Vergangenheit eine deutlich höhere Rendite als Indexfonds und -zertifikate auf den gesamten Dow-Jones-Index.

Dividendenrendite puscht Aktienfonds

Sicherer als der Kauf von Einzelaktien sind Dividendenfonds. Diese Portfolios setzen auf eine Vielzahl von Aktien mit hoher Dividendenrendite und erzielen dadurch konstante Wertsteigerungen. Infrage kommen zum Beispiel der Stuttgarter Dividendenfonds, der DWS Top Dividende, der ING Invest Europe High Dividend oder der Indexfonds iShares DJ Asia/Pacific Select Dividende 30. Letzterer hat in den vergangenen drei Jahren eine Rendite von knapp 16 Prozent erzielt. Als Indexfonds ist er ohne Ausgabeaufschlag an der Börse handelbar. Direktbanken berechnen für den Börsenkauf sehr geringe Odergebühren. So kostet beispielsweise eine Order über 5.000 Euro bei der DKB Bank nur zehn Euro, die ING-Diba fordert 13,75 Euro und Postbank bzw. Volkswagenbank direkt berechnen jeweils 14,95 Euro.

Wer auf die Erfahrung aktiver Fondsmanager vertraut, der kommt mit dem DWS Top Dividende auf seine Kosten. Seit knapp zehn Jahren am Markt, erzielt der Fonds bis heute eine Durchschnittsrendite von sehr guten 9,5 Prozent.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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