Bad Homburg - Psychische Erkrankungen häufigster Grund für Frührente

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Psychische Erkrankungen häufigster Grund für Frührente

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Bad Homburg. Vor allem wegen psychischer Erkrankungen scheiden immer mehr Frauen und Männer vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus.

Dagegen haben orthopädische und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Ursache von Frührenten seit Beginn der 90er-Jahre erheblich an Bedeutung verloren, berichtet das Portal ihre-vorsorge.de.

Von den knapp 181.000 im Jahr 2010 erstmals gezahlten Erwerbsminderungsrenten wurden fast 71.000 oder rund 39 Prozent wegen einer psychischen Erkrankung bewilligt. Dagegen schieden im Jahr 1993 „nur” 41.400 Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme aus ihrem Beruf aus.

Deutlich weniger Frührenten zahlten die Rentenversicherer dagegen wegen orthopädischer Erkrankungen. Gingen Anfang der 90er-Jahre noch mehr als 81.000 Frauen und Männer wegen Problemen mit Muskeln oder Skelett in Rente, waren es 2010 nur noch etwa 26.500. Das ist ein Rückgang von mehr als 67 Prozent.

Auch Erkrankungen am Herz-Kreislauf-System verlieren an Bedeutung. Wegen solcher Diagnosen sank die Zahl der Neurentner von etwa 57.300 im Jahr 1993 auf etwa 18.000 und damit um etwa 68,5 Prozent.

Als Rentenursache nach wie vor bedeutsam sind Krebserkrankungen: Mehr als 12.300 Männer und fast 11.700 Frauen hängten 2010 wegen dieser Diagnose den Job an den Nagel.
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