Aachen - Niedrigzinsphase: Der Sparmix macht's

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Niedrigzinsphase: Der Sparmix macht's

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Niedrigzinsphase macht es Sparern nicht leicht, ihr Geld wertbeständig anzulegen. Bei Zinsanlagen kommt es auf die Laufzeit an. Gerade bei Tagesgeld und kurz laufenden Festanlagen gibt es aktuell bei vielen Banken nicht einmal so hohe Zinsen, dass sie die Inflation ausgleichen. Setzen Sparer auf Tagesgeld, können sie flexibel auf einen Zinsanstieg reagieren.

Allerdings ist keine Renditeprognose möglich, da sich der Zinssatz jederzeit nach oben oder unten ändern kann. Umgekehrt gilt: Festverzinste Termingelder bieten zwar kalkulierbare Zinsen, dafür liegt das Kapital während der Laufzeit fest. Einen Königsweg gibt es nicht. Verbraucher sollten gründlich abwägen.

Die Anlagedauer ist dabei ein wichtiges Kriterium. Auch wenn Sie Ihr Geld über mehrere Jahre nicht benötigen, erscheint langlaufendes Festgeld im Moment eher ungeeignet, da das niedrige Zinsniveau für die gesamte Laufzeit festgeschrieben wird und für eine mäßige Rendite sorgt. Auf mittlere Sicht ist Festgeld aber durchaus attraktiv. Mit zwei Prozent und mehr gibt es Zinsen oberhalb der Inflationsrate. Zugleich ist das Geld aber nicht allzu lange festgeschrieben und Sie können bei steigenden Zinsen am Ende der Laufzeit ein attraktiveres Angebot abschließen.

 

Sicher mit Festgeld

Soll das Geld sicher und ohne Verlustrisiko angelegt werden, spielt der Aspekt der Ertragssicherheit eine bedeutende Rolle. Ein Vergleich zwischen garantierten Festgeldzinsen und variablen Tagesgeldzinsen zeigt die Ertragsunterschiede. Angenommen, Sie legen 20.000 Euro für drei Jahre fest an: Dann erzielen Sie derzeit bei der Deniz-Bank bei einem Zinssatz von 2,15 Prozent einen garantierten Ertrag von 1.318 Euro, vorausgesetzt die jährlich ausgeschütteten Zinsen werden zu gleichen Konditionen wieder angelegt.

Gehen Sie von steigenden Zinsen aus und zahlen Ihr Geld auf einem flexiblen Tagesgeldkonto ein, erhalten Sie niedrigere Zinsen. Die Verzinsung von Tagesgeld orientiert sich am Niveau kurzfristiger Geldmarktzinsen -; und das ist aktuell sehr niedrig. Erhalten Sie beispielsweise 1,5 Prozent Zinsen für Ihr Tagesgeld, so liegt der Ertrag nach 36 Monaten inklusive Zinseszins bei 913 Euro -; etwa 400 Euro weniger als in unserem Festgeldbeispiel. Um ebenfalls auf 1.318 Euro zu kommen, müsste der Zinssatz im Lauf des Sparzeitraums deutlich ansteigen. Doch selbst wenn der Zins im zweiten und dritten Anlagejahr jeweils um 0,5 Prozent auf 2,0 bzw. 2,5 Prozent hochklettern sollte, würde der kumulierte Ertrag von 1.225 Euro immer noch unter dem Festgeld-Ergebnis von 1.318 Euro liegen. Nur bei einem schnellen und starken Zinsanstieg haben Tagesgeld-Sparer im Vergleich zu Festgeld-Sparern die Nase vorn.

 

Laufzeiten mixen

Tipp: Verbraucherschützer empfehlen, unterschiedliche Festgeld-Laufzeiten zu kombinieren. So wird regelmäßig immer wieder etwas Geld frei, das Sie je nach Marktlage neu investieren können. Sinnvoll erscheint beispielsweise, die Anlagesumme zu vierteln: Ein Viertel legt man für zwei Jahre fest an, das zweite Viertel für drei Jahre und das dritte Viertel für vier Jahre. Das verbleibende Viertel wandert zunächst auf ein hochverzinstes Tagesgeldkonto, etwa bei Rabodirect oder Cortal Consors zu je 1,5 Prozent. Damit steht Ihnen bei einem kurzfristigen finanziellen Engpass immer Geld zur Verfügung. Zudem können Sie kurzfristig ein steigendes Zinsniveau nutzen.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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