Nicht alle Policen bieten Kinderhaftschutz

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Nicht alle privaten Haftpflichtversicherungen bieten Schutz vor Schäden durch Kinder.

Etwa die Hälfte der nun von der Stiftung Warentest in Berlin geprüften Familientarife bietet den ergänzenden Schutz, berichtet die Organisation in ihrer Zeitschrift „Finanztest”. Auf dem Prüfstand waren 140 Tarife. Meist sei der Schutz auf eine Summe von 5.000 Euro beschränkt.

Je höher die Deckungssumme, desto besser, empfiehlt Stiftung Warentest allerdings. Denn deckt der Vertrag solche Schäden nicht ab, haften weder die Kinder noch die Eltern - und die Versicherung zahlt nicht. Der Geschädigte bleibt dann auf seinen Kosten sitzen, und das ist unangenehm für die Eltern des Schadensverursachers.

Der Hintergrund ist, dass die Haftpflichtversicherung bei durch Kinder verursachte Schäden erst ab einem Alter von 7 Jahren zahlt, im Straßenverkehr erst ab dem Alter von 10 Jahren. Kinder sind in der Haftpflicht zwar bei ihren Eltern mitversichert - sie gelten vor dem Recht aber bis zu diesem Alter als „deliktunfähig”. Und die Haftpflicht greift erst bei einer Verletzung der Aufsichtspflicht, wenn die Eltern etwa nicht ausreichend auf das Kind aufgepasst haben.

Die Homepage wurde aktualisiert