Berlin - Lösungsstrategien in Krisenzeiten beherzt angehen

Lösungsstrategien in Krisenzeiten beherzt angehen

Von: dapd
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Berlin. In schweren Zeiten muss man oft schwere Entscheidungen treffen. Aus Angst davor, falsch zu handeln, schieben Betroffene solche Entscheidungen oft immer wieder hinaus.

„Die Angst, durch einen falschen Schritt die Krise noch zu verschlimmern, wirkt wie eine Blockade”, erklärt Sigrid Engelbrecht aus Berlin, Autorin des Ratgebers „Krisenfest leben”.

Trotzdem sei es wichtig, dass Menschen in Lebenskrisen lernten, Verantwortung zu übernehmen. „Anstatt abzuwarten, bis andere entscheiden, wie es weitergeht, sollte man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen”, betont Engelbrecht. Es gehe darum, sich klarzumachen, dass man selbst verantwortlich für die Gestaltung seiner Zukunft ist. „Das bedeutet nicht, dass man alles alleine machen muss - man darf sich durchaus Unterstützung holen”, sagt Engelbrecht.

Probleme analysieren

Wichtig sei, dass man vor der Wahl eines Lösungsweges genau analysiere, worin genau die Schwierigkeit der momentanen Situation liegt und welche Möglichkeiten man hat. „Dazu gehört auch, dass man sich noch einmal mit seinen früheren Erwartungen auseinandersetzt und sich damit abfindet, dass diese nicht mehr erfüllbar sind - der gemeinsame Lebensabend mit dem verstorbenen Mann beispielsweise”, sagt Engelbrecht.

Die Expertin empfiehlt, zunächst alle denkbaren Strategien aufzuschreiben und sich zu überlegen, welche Schritte nötig sind, um diesen Plan umzusetzen, wer einen bei dessen Durchführung unterstützen kann und wo Probleme auftauchen könnten. Dann sollte man die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten aus der Fünf-Jahres-Perspektive betrachten und sich für jede Variante die Frage stellen: „Wie wird sich mein Leben in fünf Jahren entwickelt haben, wenn ich diesen Weg gehe?”

Letztlich müsse man dann bei der Entscheidung auch auf sein Gefühl hören. „Und man muss sich klarmachen, dass man im Leben niemals völlig sicher weiß, ob ein Plan auch klappt”, betont Engelbrecht.
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