Düsseldorf - Kurzarbeitern droht Steuernachzahlung

Kurzarbeitern droht Steuernachzahlung

Von: epd
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Düsseldorf. Hunderttausende Kurzarbeiter müssen einem Magazinbericht zufolge bei ihrer nächsten Steuererklärung mit einer Nachzahlung an das Finanzamt rechnen.

Wie die „WirtschaftsWoche” am Samstag vorab berichtete, hat sich auch die Bundesregierung bereits mit dem Problem beschäftigt.

Allerdings habe das Bundesarbeitsministerium in Zusammenarbeit mit dem Finanzressort bisher keine Lösung des Problems gefunden.

Grundsätzlich sei das Kurzarbeitergeld zwar steuerfrei, jedoch erhöhe es die steuerliche Belastung des restlichen Einkommens. Nach den letzten verfügbaren Daten befanden sich laut „WirtschaftsWoche” Ende Juni rund 1,4 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Schuld an der Nachzahlung sei das komplizierte deutsche Steuerrecht, hieß es weiter. Für die ausgefallene Arbeitszeit überweise die Bundesagentur für Arbeit jedem Kurzarbeiter 60 beziehungsweise 67 Prozent des entgangenen Nettolohns.

Steuern, die auf den verbliebenen Lohnanteil der Beschäftigten anfallen, führe der Arbeitgeber in jedem Monat direkt an das Finanzamt ab. Dabei werde das Kurzarbeitergeld zunächst ignoriert.

Gebe der Beschäftigte am Jahresende aber seine Steuererklärung ab, überprüfe das Finanzamt rückwirkend auch andere Einkünfte. Ermittelten die Finanzbeamten den Einkommensteuersatz, der tatsächlich auf das verbliebene Einkommen angewendet werde, addierten sie zum Lohn auch das Kurzarbeitergeld.

So kommt es dem Bericht zufolge, dass der individuelle Steuersatz steigt, auch wenn das Kurzarbeitergeld selbst nicht besteuert wird.
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