Kreditkarte: Was darf’s denn sein?

Von: Charlotte Gonschorrek
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Aachen. Auch Studenten kommen heutzutage kaum an einer Kreditkarte vorbei. Umso wichtiger ist es, ein günstiges Angebot herauszufiltern.

Eine Kreditkarte verleiht seinem Inhaber nicht nur eine umfangreiche finanzielle Flexibilität, wie das Zahlen im Supermarkt, beim Online-Kauf oder dem Buchen des nächsten Urlaubstrips, sondern sie steht auch für ein sicheres Zahlungsmittel.

Der Student Paul M. büffelt im vierten Semester an der Uni. Für den kommenden Sommer beabsichtigt er ein Auslandssemester in Australien. Für die Buchung des Fluges, zum Geld Abheben und Bezahlen benötigt er eine Kreditkarte. Des Weiteren braucht er dringend einen neuen Laptop, den er aber erst im nächsten Monat bezahlen kann.

Da Studenten in aller Regel unter notorischer Geldklemme leiden, lohnt es sich für sie umso mehr die Kosten genauer zu analysieren. Zunächst sollten sie klären, welche Kartenform infrage kommt. Zur Auswahl stehen: Prepaid-, Charge- oder Debit-Kreditkarte.

Aufladbare Kreditkarten

Wer auf Nummer sicher gehen will, für den eignen sich bonitätsunabhängige Prepaid-Karten ohne Jahresgebühr, die ohne Schufa-Anfrage zu haben sind. Vor der Nutzung lädt der Inhaber Geld auf seine Kreditkarte. Ein Beispiel: Bei der die Kalixa Pay Card zahlt man nur eine einmalige Registrierungsgebühr von 9,95 Euro. Mit dieser Karte kann man weltweit kostenfrei bezahlen und auch Bargeldabheben, allerdings müssen Kunden für Letzteres 1,75 Euro im In- und 2,25 Euro im Ausland aufwenden -; vorausgesetzt es befindet sich Guthaben darauf.

Debit-Kreditkarten -; die günstige Alternative

Debit-Kreditkarten sind kontogebunden. Der ausstehende Betrag wird sofort nach der Zahlung vom Konto abgebucht, wobei -; gerade für Studenten -; viele Girokonten kostenfrei sein. Die Deutsche Kreditbank DKB hat eine spezielle Debitkarte für Studierende im Angebot, die sogenannte card4students. Führen Studenten ein kostenloses Girokonto bei der DKB, erhalten sie unter Vorlage des Studentenausweises eine kostenlose Visacard. Mit ihr können sie weltweit gebührenfrei Bargeld abheben. Zudem gibt es ein sogenanntes Kreditkartenkonto mit einem Guthabenzins von immerhin noch 1,05 Prozent. Sollte der Student mal ins Minus rutschen, wird ein vergleichsweiser günstiger Dispozins von 7,90 Prozent (bis höchstens 1.000 Euro) eingeräumt. Auch interessant: Die Karte bietet ein umfangreiches Rabattsystem sowohl für Online-Käufe als auch für Geschäfte, Restaurants und Kinos vor Ort.

Charge-Kreditkarten für Studierende

Charge-Kreditkarten sind nicht zwangsläufig an ein Girokonto geknüpft. Charakteristisch für diese Kartenform ist, dass sie mit einem gewissen Kreditrahmen ausgestattet sind, dessen Höhe wiederum von der Bonität abhängt. Die Abbuchung erfolgt im monatlichen Turnus. Studenten, die sich für eine Charge-Karte entscheiden, sollten darauf achten, dass der Sollzins nicht zu hoch ist. Manchen Banken räumen zusätzlich einen zinsfreien Kredit bis zu sechs Monaten ein, darunter die Santander Bank mit ihrer Sunny Card. Die Mastercard ist kostenfrei und verlangt erst ab dem sechsten Monat einen Sollzins von 10,90 Prozent bei einem Verfügungsrahmen von 2.000 Euro. So kann der besagte Student Paul M. sein neues Notebook erst später bezahlen, wenn er aus den Miesen ist. Das Bezahlen im nichteuropäischen Ausland ist mit 1,75 Prozent und das Bargeld-Abheben mit 3,50 Prozent (mindestens 5,75 Euro) relativ teuer.

Studenten, die sich für die Barclaycard for Students entscheiden, müssen erst ab dem zweiten Jahr eine Gebühr von zwölf Euro im Jahr zahlen. Die Offerte ist kontogebunden und gewährt bis zu zwei Monate einen zinsfreien Kredit. Anschließend kann die Rechnung in Ratenzahlungen (mindestens zwei Prozent, 15 Euro) begleichen. Allerdings fallen dann hohe Sollzinsen von 18,24 Prozent an.

Gebühren im Ausland

Studenten sollten auch die Gebühren im Ausland betrachten. Während das Bezahlen mit der Kreditkarte in der EU immer kostenlos ist, verlangen viele Banken im nichteuropäischen Ausland eine Auslandseinsatzgebühr, normalerweise im Bereich von ein und zwei Prozent des Betrages.

Weiterhin ist das Abheben von Bargeld häufig nicht kostenlos. So müssen Studenten, die sich für die Barclaycard for Students entschieden haben, vier Prozent, mindestens aber 5,95 Euro zuzüglich 1,99 Prozent Auslandseinsatzgebühr im nichteuropäischen Ausland aufwenden.

Eine der wenigen Kreditkarten, die weltweit kostenfreies Bezahlen sowie auch kostenfreies Abheben von Bargeld bietet, ist die gebührenfreie Visacard Classic von Cortal Consors. Dieses Angebot ist an ein kostenloses Girokonto bei Cortal Consors gekoppelt. Die Kreditkarte räumt zudem auch noch einen günstigen Dispozins von 8,25 Prozent ein.

Rabatte für Studenten

Manche Kreditkartenanbieter haben Rabatte und Sonderleistungen speziell für Studenten im Angebot. Besonders hervorzuheben ist hierbei die DKB mit ihrer card4students.

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