Krankheit kann Schutz durch Unfallversicherung einschränken

Von: dapd
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Karlsruhe. Eine Unfallversicherung darf die bei Unfalltod oder -verletzung fällige Zahlung nur kürzen, wenn die Krankheit die Folgen des Unfalls nachweisbar zu 25 Prozent mit verursacht hat.

Das entschied der Bundesgerichtshof. In dem Fall hatte ein Mann bei Arbeiten einen Stromschlag erlitten und war an den Folgen gestorben. Es kam heraus, dass der Mann schwer krank war.

Die Versicherung verweigerte die Zahlung, weil sie davon ausging, dass der Mann ohne die Krankheit den Stromschlag überlebt hätte. Gutachter erklärten, dass das möglich sei, aber nicht sicher.

Der Bundesgerichtshof stellte sich auf die Seite der Witwe. Denn eine Kürzung sei nur dann zulässig, wenn der Versicherer beweisen kann, dass der Tod zu mindestens 25 Prozent von einer Vorerkrankung oder einem Gebrechen mit verursacht wurde. Dass ein Gutachter das für möglich hält, reicht dagegen nicht aus. Erforderlich ist der konkrete Nachweis. (Aktenzeichen: BGH IV ZR 70/11)
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